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Bienenseuche: Amt richtet Sperrzone in Nortorf ein

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Amerikanische Faulbrut bei Völkern eines Imkers festgestellt / Kreis-Veterinäre untersuchen alle Standorte

Bei einem Nortorfer Imker mit zwei Bienenvölkern ist jüngst die Amerikanische Faulbrut amtlich festgestellt worden. Das Veterinäramt des Kreises Rendsburg-Eckernförde hat zur Bekämpfung ein Sperrgebiet festgelegt.

„So etwas kommt leider immer mal wieder vor“, bedauert Heiner Büller, Vorsitzender des Nortorfer Imkervereins, „die Seuche gibt es, seit es Bienen gibt.“ Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine Brutkrankheit – „es kommen keine Bienen nach – die Völker gehen ein“, so Büller weiter. Für das Sperrgebiet gelten bestimmte Regeln zum Schutz gegen eine Seuchenverbreitung. So dürfen weder Bienenvölker in das Gebiet hinein- noch herausgebracht werden, bewegliche Bienenstände dürfen von ihrem Standort nicht entfernt werden, ebenso nicht Gerätschaften eines Imkers. Die Standorte aller Bienen innerhalb eines Sperrbezirkes müsse dem Veterinäramt gemeldet werden, damit amtstierärztliche Untersuchungen stattfinden können.

„Die Amerikanische Faulbrut ist relativ häufig“, bestätigt auch Dr. Manuela Freitag, Leiterin der Veterinär- und Lebensmittelaufsicht bei der Kreisverwaltung. Erst im vergangenen Jahr habe es einen Fall im Kreis gegeben. „Es handelt sich um eine weit verbreitete und übliche Seuche bei Bienen“, sagt sie. Wenn keine weiteren Fälle auftreten, könne die Sperre nach rund vier Wochen wieder aufgehoben werden. Es gebe jedoch bereits Hinweise auf ein weiteres befallenes Bienenvolk, sodass sie vermutlich länger aufrecht erhalten werden müsse.

Um der tückischen Tierseuche vorzubeugen, empfiehlt Heiner Büller vor allem: „Jährliche Futterkranzproben.“ Diese werden im Landeslabor in Neumünster untersucht. „Wenn das jeder regelmäßig machen würde, kann man davon ausgehen, dass eine Faulbrut nicht ausbricht“, betont der Imker. Außerdem sei Hygiene sehr wichtig. Seit 2001 hat Büller fünf Mal mit der Amerikanischen Faulbrut Kontakt gehabt und befreundeten Imkern bei der Bekämpfung geholfen. 2002 war auch sein Bienenvolk davon betroffen. Um die Tierseuche zu bekämpfen, „muss alles, was damit zu tun hatte, vernichtet oder desinfiziert werden“, erklärt der Experte.

„Wir hatten jetzt viele Jahre Ruhe“, sagt der Vorsitzende, „es gibt Vereine, die haben nahezu jährlich damit zu kämpfen.“ Sorgen bereiten dem Imkerverein Bienenhalter, die nicht im Verein organisiert sind und ihre Bienen nicht beim Veterinäramt gemeldet haben. Dem betroffenen Imker wolle man nun helfen, sagt Büller. „Das liegt ja auch in unserem Interesse. Wir lassen ihn sicher nicht im Stich.“

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erstellt am 11.Sep.2015 | 11:28 Uhr

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