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Bienen finden in Monokulturen kaum noch Nahrung

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Bienen sind in Gefahr. Und das obwohl die Honigbiene wirtschaftlich eine echte Größe ist. Laut dem deutschen Imkerbund hängen rund 85 Prozent der landwirtschaftlichen Erträge im Pflanzen- und Obstbau in Deutschland von der Bestäubung der Honigbienen ab. Doch durch Monokulturen statt Biodiversität finden die Immen immer weniger nektar- und pollenreiche Nahrung und werden deutlich anfälliger gegenüber Krankheiten und Pflanzenschutzmitteln. Nach wie vor wird vorrangig Mais für die Biomassegewinnung angebaut, dabei wären abwechslungsreiche Fruchtfolgen ökologisch die bessere Wahl.

Der Imker Eckard Netzel aus Owschlag beobachtet die Flugbahn seiner Bienenvölker sorgfältig. „Die Immen fliegen bevorzugt in Richtung Westermoor. Da gibt es viele Wiesen mit Weißklee und Wildblüten. Auch Lindenblüten finden sie dort.“ Er ist dankbar, dass es seine Bienen nicht so sehr in Richtung der Maisfelder zieht.

In diesem Jahr hat Eckard Netzel seinen Sommerhonig besonders früh abgeschleudert – auf Empfehlung des Imkerbundes. Als Grund nennt er das Jakobskreuzkraut. Er macht sich Sorgen um den Gehalt an leberschädigenden Pyrrrolizidinalkaloiden. Sein Honig werde regelmäßig kontrolliert und habe bisher keine negativen Werte gehabt, freut sich der Imker.

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