Promille-Panne : Betrunkener Rendsburger will Fahrrad betanken

Mit 2,44 Promille nahm er lieber das Fahrrad. Aber tanken wollte er trotzdem. Der Neujahrsausflug eines Rendsburgers endete in der Ausnüchterungszelle.

shz.de von
02. Januar 2015, 13:23 Uhr

Rendsburg | Erst volltrunken, dann mit Benzin getränkt: Der Neujahrsausflug eines 27 Jahre alten Rendsburgers war so wohl nicht geplant. Um 9.30 Uhr wurden zwei Streifenwagen der Polizei zu einer Tankstelle in die Kieler Straße gerufen. Der Mann hatte sich mit Benzin übergossen, als er versucht hatte, sein Fahrrad zu betanken. Die Beamten trafen den Rendsburger mit 2,44 Promille Atemalkoholkonzentration im Kassenraum der Tankstelle an. „Er war derart betrunken, dass er sich kaum auf den Beinen halten konnte“, berichtet Polizeisprecher Sönke Hinrichs. Der Mann konnte sich seinen Irrtum nicht erklären. Er glaubte, mit dem Auto auf die Tankstelle gefahren zu sein. Das stellte sich als unzutreffend heraus.

Eine Passantin hatte den Tankversuch beobachtet: Der 27-Jährige hatte sein am Hinterrad verschlossenes Fahrrad zur Tankstelle geschoben und dann versucht, es mit Benzin zu tanken. Dabei beschmutzte er sich hauptsächlich selbst. Die Beamten nahmen den Mann zu seinem eigenen Schutz in Gewahrsam. Er konnte seinen Rausch in der Zelle ausschlafen. Die Tankstelle verzichtete auf Begleichung der Tankrechnung in Höhe von 74 Cent.

Sturzbetrunken war am Neujahrstag auch ein Autofahrer aus Dithmarschen. Der 65-Jährige wurde auf der B5 nahe Brunsbüttel aus dem Verkehr gezogen. Als er aus dem Auto aussteigen sollte, stellten die Beamten schockiert fest: Der Mann war zu betrunken zum Gehen. „Unsere Versuche, ihn auf die Beine zu stellen, schlugen fehl“, notierten die Streifenbeamten in ihrem Protokoll. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt und eine Strafanzeige gegen ihn gestellt.

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