Falsche Mahnbriefe : Betrügerische Mahnschreiben einer Inkassofirma im Umlauf

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Die falschen Mahnbriefe der „Global Network Inkasso“ kommen mit der Post – und sie sorgen in und um Rendsburg für Verunsicherung.

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16. Januar 2015, 06:00 Uhr

Die falschen Mahnbriefe der „Global Network Inkasso“ kommen mit der Post – und sie sorgen in und um Rendsburg für Verunsicherung. In einem der Landeszeitung vorliegenden Schreiben, das der Angehörige einer Bewohnerin der Aalborgstraße (Schleife) uns gestern zukommen ließ, wird eine angeblich offene Rechnung für nicht genauer benannte Leistungen eingefordert. Zu überweisen sind 188 Euro. Angegeben werden eine Hamburger Adresse sowie Ruf- und Faxnummern in der Schweiz. Zahlt man nicht, werden Konsequenzen angedroht. Sogar der Termin für den persönlichen Besuch eines Außendienstmitarbeiters wird angekündigt. Sollte dieser mehrfach platzen, würde ein gerichtliches Mahnverfahren folgen. Das Schreiben steckt voller Rechtschreibfehler („Telemaeketing“, „Anschrieft“), und auch die Postleitzahl „33129“ für Rendsburg stimmt nicht. Sie gehört zu Delbrück in Nordrhein-Westfalen. Die IBAN-Nummer auf dem vorbereiteten Überweisungsschein beginnt mit „RO“ – das Geld geht auf ein rumänisches Bankkonto.

„Natürlich nicht zahlen“, rät Thomas Hagen, Sprecher der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. „Dieses Schreiben stammt ganz offensichtlich von Betrügern.“ Hagens Kollegen von der Verbraucherzentrale Niedersachsen hatten bereits am 9. Dezember vor unlauterer Post der „Global Network Inkasso“ gewarnt. Auch ein Sprecher der Rendsburger Polizei warnt dringend davor, auf die Forderungen einzugehen. „Wer ein solch dubioses Schreiben bekommt, bringt es am besten zur nächsten Polizeidienststelle, um im Zweifel Anzeige zu erstatten“, so Rainer Wetzel.

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