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Landeszeitung

14. Dezember 2017 | 20:15 Uhr

Warder : Besucherrekord in der Arche Warder

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Haustierpark zählte in diesem Jahr mehr als 82 000 Gäste. 15 Prozent Steigerung gegenüber dem Vorjahr.

Mehr als 82  000 Besucher wurden in diesem Jahr bereits in der Arche Warder gezählt – ein neuer Rekord, mit dem der Vorjahreswert jetzt schon um 11000 Gäste übertroffen wird. Vor einem Jahr hatte der Tierpark 70894 Besucher als neuen Spitzenwert verkünden können. Die neue Rekordzahl für 2015 übertrifft den Vorjahresrekord nun um satte 15,6 Prozent.

Für das bestbesuchte Wochenende sorgten Mitte Mai die „Mittelalter Live“-Aktionstage. Insgesamt 6000 Mittelalter-Fans wurden an den vier Festivaltagen gezählt. Kein Wunder also, dass Tierparkdirektor Prof. Dr. Dr. Kai Frölich jetzt in seinem Jahresrückblick die Bedeutung besonderer Events für die Arche Warder hervorhob. „Das sind ganz wichtige Veranstaltungen, um die Leute an uns zu binden“, vermerkte Frölich mit Blick auf die 21 Events des Jahres: „Außerdem können wir bei diesen Veranstaltungen zeigen, welche Rolle die Tiere zum Beispiel in der Steinzeit oder im Mittelalter gespielt haben, denn bei all diesen Events legen wir auf Authentizität sehr viel Wert.“

Ebenso großen Wert legt man in der Arche Warder auf eine möglichst ästhetische Gestaltung aller Tierparkbauten. Paradebeispiel dafür ist die neue Ferkelstube, die im Oktober eingeweiht wurde. „Die Liebe zum Detail ist uns ganz wichtig“, betonte Frölich, „alle Bauwerke sollen so artgerecht wie möglich sein – siehe das Planschbecken in der Ferkelstube – und darüber hinaus für den Menschen ästhetisch ansprechend sein.“ Man wolle die Besucher „in eine Idylle entführen, wo sie entschleunigen können. Und darum geben wir uns immer Mühe mit unseren Baumaßnahmen.“

Die Liebe zum Detail kam auch beim Bau des „Cleits“ zum Tragen, dessen Fertigstellung Anfang Juli gefeiert wurde. Das Steinhaus wurde genauso errichtet, wie es die bronzezeitlichen Siedler auf den Inseln des St.-Kilda-Archipels vor der schottischen Atlantikküste praktiziert haben. „Auf diese Weise haben wir einen der ältesten Schafställe der Welt nachgebaut“, sagte Frölich. Der in ganz Deutschland einzigartige Cleit wurde für die Soay-Schafe der Arche Warder errichtet, die ursprünglich ebenfalls vom St. Kilda-Archipel stammen. Entstanden ist somit eine Weidelandschaft wie vor 4000 Jahren, in der das übergeordnete Ziel, „die alten Haustierrassen als Kulturgut zu zeigen“ (Frölich), perfekt realisiert ist. Für noch mehr Idylle sorgt das neue transparente Zaunsystem, das 2015 teilweise verwirklicht wurde und im kommenden Jahr abgeschlossen werden soll. „Da sieht man als Besucher irgendwann nicht mehr, wo welche Tiere stehen, und das schafft ein Feeling der Leichtigkeit“, meinte Frölich. Die rund 70 Baumaßnahmen, die seit 2007 in der Arche Warder erfolgreich verwirklicht wurden, machen nun Mut, ein ehrgeiziges Projekt in Angriff zu nehmen. „2016 wollen wir an einem Finanzierungsmodell für unser Europäisches Wissenszentrum der Haustiere arbeiten“, kündigte der Tierparkdirektor an, „so ein Museum ist längst überfällig.“

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