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Historischer Markt : Besucher strömen ins Mittelalter

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Noch bis Sonntag lädt der Tierpark Arche Wader zur Reise in die Vergangenheit ein. Ein neuer Rekord wurde unterdessen schon erreicht.

Der Tierpark ist in diesen Tagen ein riesiges mittelalterliches Lager. In Zelten leben dort seit Donnerstag Kämpfer, Bogenbauer, Schmiede und anderes Gefolge. „Mittelalter Live“ hat noch heute und morgen von 10 bis 18 Uhr seine Tore geöffnet.

„Wir hatten bereits am Donnerstag einen neuen Rekord bei den Besucherzahlen“, sagte Tierpark-Mitarbeiterin Lisa Iwon am Freitag. Mit etwa 2400 Besuchern sei der Rekord vom Vorjahr (2300) eingestellt worden. Der Brückentag ist ein wenig ruhiger. Das kommt auch bei den Lagerbewohnern gut an. „Gestern sind wir schier überrannt worden“, sagte Anna „Die Behüterin“ aus Hamburg. Die Hutmacherin ist schon seit Jahren mit dabei und verkauft gehäkelte Mützen und bestickte Hüte an Besucher und Lagerbewohner. Gerade macht sie eine besondere Bestellung fertig. Ein Kunde möchte gerne einen Musketier-Hut haben. Nun näht die Handwerkerin Federn und glitzernde Borte auf einen Filzhut. Warder sei einer der schönsten Mittelalter-Märkte im Norden. Das scheint sich herumgesprochen zu haben, mittlerweile sind die fünf Koppeln, die den Platz für die Veranstaltung bieten, fast voll belegt. In größtenteils weißen Zelten leben diverse Stämme, Sippen und Gruppen an Rollenspielern, die das alltägliche Leben im Mittelalter mimen. Die Plätze werden langsam knapp, erzählte die Hutmacherin.

Sie schätze den Markt in Warder sehr, meinte die Handwerkerin, das Publikum sei hier besonders. Man könne gut mit den Besuchern ins Gespräch kommen und das Hobby vorstellen. Häufig drehe sich das Thema schnell darum, woher die ganzen Sachen, die zum Lagerleben dazu gehören, stammen. Es dauere seine Zeit bis die Ausrüstung passe und man müsse viel auf Flohmärkten stöbern. Nach einer Weile entwickle man dann den richtigen Blick dafür, was passen könnte und was noch fehle. Eine der wichtigsten Investitionen seien, neben dem Zelt, jede Menge Felle, damit man die kalten Nächte überstehe, ohne zu frieren. Schließlich müsse sie diese und die nächste Nacht noch im Zelt schlafen.


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erstellt am 27.Mai.2017 | 08:00 Uhr

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