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Landeszeitung

21. Oktober 2017 | 09:08 Uhr

Landschaf-Tag : Bestnote für Schaf Resi

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Landschaf-Tag in der Arche Warder: Rund 75 Tiere stellten sich der Kör- und Prämierkommission. Die Bestnote gab es für das Pommersche Landschaf „Resi“. Vergeben wurden jeweils drei Noten: für die Wolle, die Beinstellung und für den Gesamteindruck.

„9 – 9 – 8“, verkündete Christian Lorenzen-Nissen, und damit erreichte das rauhwollige Pommersche Landschaf „Resi“ die beste Note von allen 75 Schafen, die am Sonnabend in der Arche Warder gekört wurden. Ausschließlich seltene Landschafrassen wurden auf dem Körplatz beurteilt, und benotet wurden sie von einer dreiköpfigen Kör- und Prämierkommission, bestehend aus Anke Mückenheim, Hardy Marienfeld und Christian Lorenzen-Nissen vom Landesverband Schleswig Holsteinischer Schaf- und Ziegenzüchter.

Vergeben wurden jeweils drei Noten: eine für die Wolle, eine für die Beinstellung und eine für den Gesamteindruck. „Die Note 10 wäre ein perfektes Schaf, und weil es das nicht gibt, wird die 10 praktisch nie vergeben“, erläuterte Schafs- und Ziegenrevierleiterin Carolin Reimertz von der Arche Warder. Weshalb Anna Wegener vom Hof Birkeneck (Dakendorf) auch sehr zufrieden mit der „9 – 9 – 8“ für ihre „Resi“ war: „Wir sind jedes Jahr mit unseren Zuchttieren hier, und die Körnoten sind für uns ein Wegweiser für die Ausrichtung unserer Zucht und für mögliche Anpaarungen.“

„Das ist insgesamt ein ausgezeichneter Jahrgang, bei dem viele Tiere dem Zuchtziel sehr, sehr nahe kommen“, bilanzierte Hardy Marienfeld, nachdem er mit seinen Kommissionskollegen 75 Landschafe von acht verschiedenen Rassen gekört hatte, „man muss ja bedenken, dass es sich bei einigen Rassen um vom Aussterben bedrohte Arten handelt, bei denen es nur noch einen sehr geringen Genpool gibt.“ „Das ist ein sehr guter Jahrgang“, befand auch Christian Lorenzen-Nissen, „insbesondere mit dem Gewicht der Tiere bin ich sehr zufrieden.“

Gut im Futter präsentierte sich auch das Bentheimer Landschaf „Murphy“, dessen genaues Gewicht (81 Kilogramm) die Tierparkbesucher schätzen sollten. Dies Ratespiel, bei dem es eine Familienjahreskarte für die Arche Warder zu gewinnen gab, war ein Teil des Rahmenprogramms beim Landschaf-Tag.

Der „Spinnkreis am Bungsberg“ zeigte an einem halben Dutzend Spinnrädern, wie die Wolle von Coburger Fuchsschafen weiterverarbeitet wird, und auch einige Züchter hatten Felle und Wolle ihrer Schafe im Angebot. „Es ist schön, dass die Spinnerinnen dabei und die Züchter mit eigenen Ständen vertreten sind, so wird die Veranstaltung noch interessanter für die Besucher“, meinte die Geschäftsführerin und Zuchtleiterin des Landesverbands Schleswig Holsteinischer Schaf- und Ziegenzüchter, Janine Bruser, „das Ambiente für unseren Körtag hier in der Arche Warder ist optimal, und die Mitarbeiter sind stets so engagiert, dass man sich hier gleich heimisch fühlt.“ „Vielen Leuten ist leider überhaupt nicht klar, was sich hier bei uns in den vergangenen Jahren alles getan hat“, sagte ein mit dem Besuch beim Landschaf-Tag nicht ganz zufriedener Tierparkdirektor Kai Frölich, „viele Leute wissen noch nicht, dass wir den Park komplett umstrukturiert, die Gebäude saniert und viele neue Events und Attraktionen geschaffen haben.“



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