Beste Mathe-Schüler im Norden

Oberstufenschüler der Herderschule bei der „Langen Nacht der Mathematik“ erfolgreich / Bis morgens um 8 Uhr gegrübelt

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04. Dezember 2014, 11:38 Uhr

Während viele froh sind, wenn am Ende der Mathestunde die Pausenglocke klingelt, haben sich einige Schülerinnen und Schüler der Herderschule Ende November für genau dieses Fach die Nacht um die Ohren geschlagen – und es hat sich gelohnt. Die Oberstufenschüler des Gymnasiums schnitten bei der „Langen Nacht der Mathematik“ als landesweit beste Gruppe ab.

Bei der Aktion gilt es, in drei Runden jeweils zehn Aufgaben zu lösen. „Erst wenn alle Aufgaben einer Runde korrekt gelöst wurden, kann man mit der nächsten starten“, erklärt Lehrer Werner Lange das Prozedere. Zwischen Freitag, 21. November, 18 Uhr, und Sonnabend, 22. November, 8 Uhr, hieß es also, möglichst schnell Aufgaben aus den Bereichen Geometrie, Wurzelrechnung, Zahlentheorie oder Wahrscheinlichkeitsrechnung zu bewältigen. Erlaubt waren dabei Hilfsmittel, die fleißig in Anspruch genommen wurden. Die Schüler durften Taschenrechner nutzen und sich im Internet informieren. „Die Aufgaben gehen über den normalen Schulstoff hinaus. Hier sind viele Knobel- und Rechercheaufgaben dazwischen“, so Lange.

Während zu Beginn der Aktion noch etwa 30 Oberstufenschüler mit Feuereifer dabei waren, zerbrachen sich am Ende noch sechs Schüler die Köpfe über besonders kniffligen Themen. Darunter auch Jan Niclas Peters und Bennet Schneider aus der Klasse Q1c, die über der Aufgabe ’Vertrackte Ampel’ insgesamt sechs Stunden grübelten. „Die Aufgabe hat uns ganz schön aufgehalten“, berichtet Peters. „Wir haben uns bei der Lösung für den banalsten Weg entschieden, der uns letztlich aber am längsten aufgehalten hat“, so der 17-Jährige aus Osterrönfeld, dessen Klassenkameraden amüsiert ergänzen: „Ganz nebenbei: Geduld und logisches Denken sind bei der ’Langen Nacht der Mathematik’ übrigens von Vorteil.“

Damit den Schülern zwischendrin nicht die Puste ausging, wurde Pizza bestellt und eine Menge koffeinhaltiger Getränke getrunken. „Ab Mitternacht wird es leichter. Dann vergisst man, dass man müde ist“, erinnert sich Daniel Ott.

Müdigkeit und Anstrengung haben sich gelohnt: Mit 37 von insgesamt 41 Punkten, die erreicht werden konnten, liegen die Herderschüler unter allen Teilnehmern sogar auf dem dritten Platz. Bezogen auf Schleswig-Holstein sind sie sogar die Nr. 1. Besser in der Gesamtstatistik waren nur die Schüler der Internationalen Deutschen Schule Brüssel mit vollen 41 Punkten sowie die Herder-Gymnasiasten aus Berlin-Charlottenburg mit 40 Punkten. „Wir sind sehr stolz auf unsere Schüler“, so Lehrer Lange. Mitgemacht haben offiziell 12 442 Teilnehmer von 283 Schulen.

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