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Hein: „Warum so eilig?“ : Bestandsgarantie bis 2017 für das Naturerlebnisbad

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Kontroverse Diskussion wurde in der Sitzung der Stadtvertretung Büdelsdorf geführt. Freibad-Geschäftsführer Hartmut Wiemer ist zufrieden. Die Saison wird am 24. Mai eröffnet.

Das Naturerlebnisbad Büdelsdorf ist vorerst gerettet. Die Stadtvertreter beschlossen am Donnerstagabend in ihrer jüngsten Sitzung im Bürgerzentrum eine dreijährige Bestandsgarantie für die Einrichtung. Der Entscheidung ging eine kontroverse Diskussion voraus. Das ist ungewöhnlich deshalb, weil der Finanzausschuss sich einstimmig für eine finanzielle Unterstützung für die kommenden drei Jahre ausgesprochen hatte.

„Der Ausschuss hat einen Fehler gemacht“, betonte der CDU-Fraktionsvorsitzende Horst Beyer. Die Stadtvertretung habe sich darauf geeinigt, für das Freibad, das Regionale Bürgerzentrum, das Sportstättenmanagement und die Bücherei nach Einsparungsmöglichkeiten zu suchen. Deshalb könne man jetzt nicht dem Freibad eine Garantie geben, ohne auch über und mit den anderen Einrichtungen beraten zu haben, sagte Beyer. „Die Entscheidung für das Naturerlebnisbad könnte sonst auf Kosten der anderen gehen.“

Auch Bürgermeister Jürgen Hein wies darauf hin, dass die Stadtvertreter sich im vergangenen Dezember auf eine Entscheidung im kommenden Sommer geeinigt hätten (wir berichteten). Bis dahin sollten in Arbeitsgruppen mit den Beteiligten die Einsparungsmöglichkeiten bei allen vier Einrichtungen beraten werden. „Warum so eilig jetzt?“, fragte Hein. Bei allem Zwang zur Haushaltskonsolidierung wolle keiner in Büdelsdorf „das Licht ausmachen“.

Carsten Pahl (SPD) bescheinigte dem Freibad-Geschäftsführer Hartmut Wiemer, ein „hervorragendes Konzept“ vorgelegt zu haben. Das Naturerlebnis müsse Planungssicherheit haben, forderte Pahl. Dabei dürfe das Ziel der Haushaltskonsolidierung nicht außer acht gelassen werden. Mit zehn zu neun Stimmen bei zwei Enthaltungen wurde eine dreijährige Bestandsgarantie für das Freibad gegeben.

„Wir sind zufrieden. Das ist für uns ein Arbeitsauftrag im positiven Sinn“, sagte Wiemer bei einem Ortstermin im Freibad. Sein Konzept sieht die Senkung der Zuschüsse der Stadt von bisher jährlich 110 000 Euro auf etwa 85 000 Euro vor. Dazu sollen Einsparungen bei den Energie- und Personalkosten beitragen. So sei geplant, über die DLRG einen Bundesfreiwilligendienstler (Bufdi) für den Wachdienst einzustellen. Durch Werbepartner wolle man die Erträge des Naturerlebnisbades steigern. „Werbung und Sponsoring gehen nur langfristig – das ist jetzt gewährleistet“, freute sich Hartmut Wiemer.

28 000 Besucher hatten das Freibad in der vergangenen Saison aufgesucht. In diesem Sommer erwartet die Gäste eine neue Attraktion. Eine fest installierte Hüpfburg soll besonders dem Nachwuchs zusätzlichen Spaß bringen. Die Saison im Naturerlebnisbad wird am Sonnabend, 24. Mai, eröffnet.


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