zur Navigation springen

Unterschriften-Aktion in Rendsburg : Berlin zieht mit – „Schwebefähre muss bleiben“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Rendsburger Schwebefähre ist schwer beschädigt. 12.500 Unterschriften machen im Bundesverkehrsministerium Eindruck.

Berlin/Rendsburg | 12.500 Unterschriften für die Aktion „Rettet die Schwebefähre!“: Eine Abordnung aus Rendsburg hat dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, die lange Unterstützer-Liste am Donnerstag übergeben. „Ich bin beeindruckt“, sagte der hohe Beamte aus dem Ressort von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und bekannte sich ausdrücklich zum Rendsburger Wahrzeichen: „Ein technisches Denkmal wie die Schwebefähre muss man in Ehren halten.“ Man werde alles versuchen, um noch in diesem Jahr wieder eine funktionstüchtige Schwebefähre zur Verfügung zu stellen, versprach Ferlemann. Die Landeszeitung hatte die Unterschriften-Aktion angestoßen.

Die Schwebefähre ist nicht nur ein Wahrzeichen Rendsburgs, sondern neben der Rader Hochbrücke, den Kanalfähren und dem Kanaltunnel  auch eine wichtige Verbindung über den Nord-Ostsee-Kanal. Sie transportierte täglich hunderte Schüler, Pendler und Touristen kostenlos über die Wasserstraße - bis zur Kollision mit einem Frachter am 8. Januar.

Seit dem Unfall mit dem Frachter „Evert Prahm“ liegt die an Seilen unter der Eisenbahnhochbrücke hängende Fähre schwer beschädigt am Südufer des Nord-Ostsee-Kanals. Ob sie repariert werden kann oder durch einen Neubau ersetzt werden muss, steht noch nicht fest. Voraussichtlich im März sollen die Inspektionsarbeiten zur Ermittlung des Schadens beginnen.

Bei dem Unfall am frühen Morgen wurden der Fährführer und der einzige Gast der Schwebefähre verletzt. Gegen den Fährführer ermittelt die Staatsanwaltschaft. Es bestehe der Verdacht eines gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr, sagte Oberstaatsanwältin Birgit Heß.

Dieses Video dokumentiert den spektakulären Zusammenstoß (Quelle: canalcup.de)

 

Folgende Gäste aus Schleswig-Holstein empfing Ferlemann in Berlin: die Bürgermeister von Rendsburg und Osterrönfeld, Pierre Gilgenast und Bernd Sienknecht, Tourismus-Chefin Monika Heise, den Kreis-Kulturbeauftragten Reinhard Frank und LZ-Redaktionsleiter Dirk Jennert. Begleitet wurde die Gruppe von den Bundestagsabgeordneten Dr. Johann Wadephul (CDU) und Sönke Rix (SPD).

zur Startseite

von
erstellt am 18.Feb.2016 | 15:12 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen