zur Navigation springen

Jevenstedt : Bei Umbau den Organisten vergessen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Grobe Fehlplanung in der Kirchengemeinde Jevenstedt: Nach dem Umbau des Gotteshauses ist kein Platz mehr, um die Orgel zu bespielen.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Lange Gesichter in Jevenstedt: Nach der jahrelangen Sanierung der Kirche hat die Gemeinde nun festgestellt, dass sie dabei ein wichtiges Detail vergessen hat. Denn nach der Umgestaltung des Gotteshauses passt der Organist nicht mehr auf die Balustrade. Und das ist nicht das einzige Problem von Pastor Ulrich Ranck. Die Pfeifen der Orgel sind vom Schimmel befallen und werden derzeit ausgebaut und gereinigt. Damit steht der Kirchengemeinde nun das nächste Projekt bevor. Nach der Säuberung sollen die Pfeifen jedoch nicht sofort wieder montiert werden, denn der Ausbau ist nur der erste Schritt im Rahmen der bevorstehenden Altargestaltung.

Der nahende Winter und die damit einhergehenden kalten Temperaturen sind der Grund, weshalb der Ausbau und die Reinigung der Orgel nicht warten können. Man dürfe überhaupt nicht heizen, solange die Orgelpfeifen nicht draußen seien, erklärt Pastor Ulrich Ranck in Hinblick auf die vom Schimmel befallenen Röhren.

Rund drei bis vier Tage wurden für diese Arbeiten veranschlagt, nach deren Ende die Orgel jedoch erst einmal eingelagert wird. „Sie ist, so wie sie jetzt steht, sowieso nicht bespielbar“, erläutert Ranck. Nach Beendigung der rund vierjährigen Sanierungsphase der St.-Georg-Kirche im vergangenen März, in der Turm, Kirchenschiff und Innenräume komplett erneuert wurden, zeigte sich, das auf der Balustrade, auf der die Orgel steht, nur noch rund 50 Zentimeter Platz zwischen Musikinstrument und Reling bestehen. Vorher befand sich hier noch eine Stahlplatte, auf der die Bank des Organisten stand. Diese wurde im Zuge der Sanierungsarbeiten jedoch entfernt, um eine Wand begradigen zu können. „Da hat leider niemand drauf geachtet, dass hier auch noch der Organist Platz haben muss“, erzählt Ranck.

Wo und wie die Orgel irgendwann wieder eingesetzt werden kann, ist derzeit nicht klar. Derzeit habe man noch ein „Patchwork-Ensemble“ mit einem „Altar-Orgel-Kontsrukt“, sagt Ranck. Der jetzige Altar besteht dabei aus einem normalen Tisch. Jetzt beginne ein „intensiver Prozess“, bei dem geklärt werde, was man später während eines Gottesdienstes anschauen werde, erzählt Ranck weiter, „wir müssen ein stimmiges Gesamtbild entwickeln.“ Wie lange dieser Prozess dauern werde, konnte Ulrich Ranck jedoch nicht genau sagen. Ganz ohne Musik muss St. Georg indes nicht auskommen. Seit der Wiedereröffnung behilft man sich mit einem E-Piano und anderen Instrumenten.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert