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Produktentwicklung : Bei Leser ist hoher Druck kein Problem

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das Maschinenbau-Unternehmen aus Hohenwestedt feiert einen Erfolg mit neuem Sicherheitsventil. Erstes Exemplar geht nach China.

shz.de von
erstellt am 12.Feb.2014 | 16:11 Uhr

Mit ihrem neuen Hochdruckventil feiert die Firma Leser aus Hohenwestedt einen Entwicklungserfolg: Das erste Exemplar eines neuen pilotgesteuerten Sicherheitsventils für hohe Drücke bis 256 Bar wurde gestern verpackt und nach China ausgeliefert. „Die Entwicklung neuer Produkte ist für ein Maschinenbauunternehmen das Salz in der Suppe“, stellte der Vorsitzende der Leser-Geschäftsleitung, Joachim Klaus, fest. „Bei uns wird es ja schon langsam zur Gewohnheit, in regelmäßigen Abständen neue Produkte in den Markt zu schicken.“

Seit 2009 bietet Leser als erster deutscher Hersteller pilotgesteuerte Sicherheitsventile an. Fast 2000 dieser Ventile werden bereits weltweit in der chemischen Industrie, im Maschinenbau und in der petrochemischen Industrie eingesetzt. Aufgrund dieses Erfolgs wird das Produktprogramm kontinuierlich ausgebaut. 2011 präsentierte Leser im Rahmen der Produktgruppe „High Efficiency“ ein pilotgesteuertes Sicherheitsventil für maximal 102 Bar (wir berichteten), das Nachfolgemodell hält jetzt hohen Drücken bis 256 Bar stand. „Dieses Produkt versetzt uns in die Lage, Aufträge aus der Öl- und Gasindustrie komplett bedienen zu können. Bisher waren uns in diesem Sektor gewisse Marktbereiche verschlossen, die wir nun auch beliefern können“, erklärte Klaus. Insofern sei das neue Ventil ein Schlüsselprodukt für die Firma.

Zwei Jahre lang hat ein 15-köpfiges Projektteam in Hamburg und Hohenwestedt an der Entwicklung des neuen Ventils bis zur Serienreife gearbeitet. 24 000 Ingenieurstunden plus eine halbe Million Euro für Prototypen, Equipment und Tests hat das Unternehmen in sein neues Top-Produkt investiert. Im Verlauf eines umfangreichen Erprobungsprogramms wurde das neue Sicherheitsventil bei Druckverhältnissen bis 256 Bar sowie bei Temperaturen von minus 46 bis 200 Grad erfolgreich getestet. „Deshalb können wir unser Produkt nun mit hohem Selbstbewusstsein in den Markt schicken“, sagte Klaus.

Für schnelle Lieferzeiten sorgt das „assemble to order“-Verfahren, nach dem die Sicherheitsventile in Hohenwestedt produziert werden. Alle Teile werden maschinell hergestellt und im Fertigteillager gelagert – unabhängig von Kundenaufträgen. Sobald ein Auftrag eingeht, werden die Ventile aus den Fertigteilen für die kundenspezifischen Anforderungen montiert. „Nach Auftragseingang können wir das neue Sicherheitsventil innerhalb von vier Wochen liefern. Diese Schnelligkeit wird uns eine gute Position im Markt ermöglichen“, betonte Klaus. Etwa 50 der neuen pilotgesteuerten Sicherheitsventile sollen jährlich in alle Welt gehen. Das zweite Exemplar wird in ein paar Tagen nach Oman ausgeliefert. Noch in diesem Jahr will Leser die nächste Stufe seiner „High Efficiency“-Produkte zur Serienreife bringen: ein pilotgesteuertes Sicherheitsventil für hohe Drücke bis maximal 426 Bar.

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