Reiten : Bei den Reiterspielen ist viel Geschick und eine gute Abstimmung gefragt

Rasante Reiterspiele: Bei den Mounted Games  ging es um Ranglistenpunkte für die Deutsche Meisterschaft im September in Rendsburg.
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Rasante Reiterspiele: Bei den Mounted Games ging es um Ranglistenpunkte für die Deutsche Meisterschaft im September in Rendsburg.

Im Rahmen der Nord-Ost-Pferd fanden die Mounted Games statt. Bei den rasanten Reiterspielen ging es um Ranglistenpunkte für die Deutsche Meisterschaft im September in Rendsburg.

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11. Juni 2014, 06:00 Uhr

Der Turnierplan der Nord-Ost-Pferd in Rendsburg warf auch in diesem Jahr mehr als nur Dressur- und Springprüfungen aus. Etwas abseits vom eigentlichen Turniergeschehen tauchte man in eine ganze andere Pferdewelt mit einer besonderen Atmosphäre ein. Auch bei den Reiterspielen ging es um Siege und Ranglistenpunkte.

Im September findet in Rendsburg die Deutsche Meisterschaft der Reiterspiele statt. Am Pfingstwochenende ging es auf dem Messegelände um Punkte für die Qualifikation zu diesem Saisonhöhepunkt. Insgesamt 25 Mannschaften der Altersklasse U14 und U18 waren angereist. Ob Slalom, Becherversetzen, Flaggenrennen oder Ringstechen – es gibt 26 unterschiedliche Spiele, die weltweit gleich sind, erklärt Wertungsrichterin Judith Moormann: „Sie sind standardisiert, das heißt, sie werden überall auf der Welt nach den gleichen Regeln gespielt. Fünf Reiter gehören zu einem Team, wobei vier pro Spiel starten. Es wird immer im direkten Vergleich gegeneinander geritten, wobei Fehler stets gleich korrigiert werden müssen.“ Das Team, das am Ende die Nase vorn hat, gewinnt und erhält die meisten Punkte.

Viel Geschick ist bei den rasanten Reiterspielen gefragt, obwohl es so einfach aussieht, wenn sich die erfahrenen Reiter vollem Galopp auf ihre Ponys schwingen. „Insgesamt werden pro Turnier drei Qualifikationen geritten, die Punkte werden am Ende zusammengezählt“, so Moormann. Bei den Spielen geht es um Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Athletik und Teamgeist. Doch dabei darf eine fundierte Ausbildung nicht fehlen wie Moormann betont: „Pferd und Reiter benötigen eine gute und solide Grundausbildung, außerdem müssen sie gut aufeinander eingestellt sein. Das ist meistens erst nach zwei oder drei Jahren der Fall.“

Die Tökendorferin, die zuhause selbst eine Reitanlage betreibt, spricht aus Erfahrung. Bereits im Jahr 1994 reiste sie zu den beliebten Reiterspielen in das Geburtsland dieser Sportart nach England: „Damals habe ich einen Artikel in der Pferd und Sport gelesen, dass in Segeberg so ein Training angeboten wird. Nach der Teilnahme waren wir begeistert und sind auch auf Turnieren gestartet. Obwohl wir es noch gar nicht richtig konnten, hat es so viel Spaß gemacht.“

Wir, das sind sie und ihre drei Kinder, auf die Moormann die Begeisterung übertragen hat. Der älteste Sohn Widukind ist amtierender Einzel-Weltmeister, Sigurd ist gemeinsam mit seinem Bruder aktuell Deutscher Meister im Team und auch die zwölfjährige Stine reitet in einer Mannschaft, die in Rendsburg auf dem dritten Rang landete.

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