Bei Besuchern Begehrlichkeiten geweckt

Beim Fachsimpeln: Nienborstels Bürgermeister Holger Kühl, Fritz-Hermann Barnstedt (1. Vorsitzender des Museumsvereins des Kreises Rendsburg-Eckernförde), Heino Redinger vom Museumsverein Hohenwestedt und Gastgeber Hans Ernst Breiholz (von links).
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Beim Fachsimpeln: Nienborstels Bürgermeister Holger Kühl, Fritz-Hermann Barnstedt (1. Vorsitzender des Museumsvereins des Kreises Rendsburg-Eckernförde), Heino Redinger vom Museumsverein Hohenwestedt und Gastgeber Hans Ernst Breiholz (von links).

Museumsverein des Kreises nimmt Privatsammlung von Hans Ernst Breiholz unter die Lupe

shz.de von
29. Juni 2014, 13:05 Uhr

30 Pflüge, 300 Hämmer, 120 beschriftete Kaffee- und Getreidesäcke sowie unzählige weitere land- und hauswirtschaftliche Gerätschaften: All das hat Hans Ernst Breiholz in den vergangenen 20 Jahren auf seinem ehemaligen Heuboden zusammengetragen. Zum zweiten Mal nach 2007 war Breiholz Gastgeber des Sommerfests vom Museumsverein des Kreises Rendsburg-Eckernförde. „Jedes Stück hat seine Geschichte“, meinte Breiholz, während die Sommerfestgäste die „Privatsammlung von Gebrauchsgütern und Geräten aus zwei Jahrhunderten“ inspizierten. Dreschflegel und Heuharken, Milchkannen und Butterfässer, Bügeleisen und Nähmaschinen, Kohleschaufeln und Torfmesser: Wie viele Exponate genau seine Privatsammlung zu bieten hat, das weiß auch Breiholz nicht so genau: „Ein paar Tausend“, schätzt er.

Vor allem mit Blick auf die 300 Hämmer attestierte Hartmut Lemke von der Schoolkat Langwedel dem Gastgeber eine ausgeprägte „Sammelwut“. Eine Sammelleidenschaft, von der Lemke beim Sommerfest profitierte. Man habe in Langwedel einen alten Traktor und eine ebenso alte Kornmühle, aber leider sei der beide miteinander verbindende Treibriemen defekt, berichtete Lemke. Das sei gar kein Problem, meinte Breiholz und zauberte aus einer Schublade eine fast 100 Jahre alte Flachriemenverbindung hervor, die er der Schoolkat gern als Leihgabe überlässt. Hohenwestedts Museumsvereins-Chef Heino Redinger hatte derweil gleich mehrere Objekte der Begierde entdeckt: Acht alte Sackwaagen aus dem Breiholz’schen Fundus. „So eine Sackwaage könnte man im Museum ganz prima dafür nutzen, um Kindern das Prinzip einer Waage zu erklären“, vermerkte Redinger und stellte augenzwinkernd fest: „Wenn einer so viele Sackwaagen hat, müsste er eigentlich eine davon abgeben.“

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