zur Navigation springen

Westensee : Baumstamm erschlägt Autofahrerin

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Am stürmischen zweiten Weihnachtsfeiertag kam eine 34-Jährige aus dem Raum Nortorf ums Leben. Ihr 24-jähriger Begleiter wurde schwer verletzt.

Eine Tote und ein Schwerverletzter – so lautet die traurige Bilanz des Sturms, der am zweiten Weihnachtsfeiertag auch über den Kreis Rendsburg-Eckernförde hinwegzog. Ein umstürzender Baum fiel auf das Auto einer Frau und deren Beifahrer auf der Landesstraße 48. Außer zu diesem verheerenden Unfall in der Gemeinde Westensee mussten die Feuerwehren noch zu weiteren Einsätzen ausrücken. Die Schäden hielten sich dabei jedoch in Grenzen.

Das folgenschwere Unglück ereignete sich gegen 18.45 Uhr am Westufer des mit dem Westensee verbundenen Bossees. Die 34-jährige Frau und ihr Beifahrer (24) waren in ihrem Audi auf der Landstraße Bosseer Schoor (L48) aus Westensee kommend in Richtung Felde unterwegs. Aufgrund des starken Windes kippte etwa auf halber Strecke zwischen den beiden Ortschaften ein schwerer Baum um und fiel auf das Auto. Der Stamm drückte das Dach des Wagens genau an der Stelle tief ein, unter der sich die beiden Vordersitze befanden. Die Fahrerin und der Beifahrer wurden in ihrem Auto eingeklemmt. Die Freiwilligen Feuerwehren Westensee, Felde, Kronshagen, Wrohe und Brux mussten für die Rettung der beiden schweres Gerät einsetzen. Gut 50 Kameraden waren im Einsatz. Sie zersägten zunächst den umgestürzten Baum und entfernten die Teile per Hand vom Autowrack. Um die beiden Unfallopfer zu bergen, mussten sie das Dach entfernen. Dazu durchtrennten sie die vorderen Holme und klappten das Karosserie-Oberteil nach hinten auf. Bevor sie die Opfer aus dem Auto holten, stabilisierten die Retter sie. Erst nach etwa einer Stunde konnten schließlich beide Personen geborgen werden. Notärzte versorgten sie am Einsatzort. Die 34-jährige Fahrerin des Audis starb noch am Unfallort an ihren schweren Verletzungen. Ihr 24-jähriger Beifahrer wurde mit schwersten Verletzungen ins Universitätsklinikum nach Kiel gebracht. Beide stammen nach Angaben eines Polizeisprechers aus dem Raum Nortorf. Die beklemmende Szene brachte viele Feuerwehrleute laut Kreisverbandssprecher Jürgen Beyer nah an die psychische Belastungsgrenze, deshalb waren auch Feuerwehrseelsorger im Einsatz. Auch Familienangehörige der Opfer wurden betreut.

Das Auto wurde total zerstört. Der Schaden liegt nach Schätzungen der Polizei bei etwa 10  000 Euro. Die Landesstraße 48 wurde nach dem Unfall für etwa drei Stunden in beiden Richtungen gesperrt. Die Krone des umgestürzten Baumes blockierte auch einen direkt am Seeufer verlaufenden Fuß- und Radweg, dort hielten sich zum Zeitpunkt des Unglücks jedoch keine Menschen auf. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Nortorf wurde mit ihrer Drehleiter später ebenfalls hinzugezogen, um herabhängende Äste zu entfernen.

Auch auf die Bundesstraße 430 sind wegen des starken Windes zwei Bäume gestürzt. Von ihnen wurden jedoch weder Menschen noch Autos getroffen. In beiden Fällen rückte die Freiwillige Feuerwehr Aukrug-Innien aus, um die Hindernisse zu beseitigen. Der erste Einsatz ereignete sich bereits in der Nacht zum zweiten Weihnachtsfeiertag um 2 Uhr. Hinzu kam ein weiterer Baum, der am Montag um 19.15 Uhr auf die B  430 zwischen Heidehaus und Boxberg gestürzt war. In beiden Fällen waren 15 Wehrleute vor Ort, die für die Bergung jeweils eine halbe Stunde brauchten. Zu mehreren Einsätzen wurde auch die Felder Wehr gerufen. Unter anderem war eine große Tanne auf ein Einfamilienhaus gekippt. In Rendsburg kam es nach Angaben des Wehrführers Gerrit Hilburger nicht nennenswerten Sturmschäden. Im Klinter Weg beseitigte die Feuerwehr der Stadt einen größeren Ast, der auf die nach Fockbek führende Straße gefallen war.

zur Startseite

von
erstellt am 27.Dez.2016 | 10:58 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen