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Hohenwestedt : Baukosten unter 150 000 Euro drücken

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Gemeinde Hohenwestedt muss Gerätehaus wegen des Drehleiterfahrzeuges erweitern.

Um Platz für das bereits bestellte Drehleiterfahrzeug zu schaffen, wird die Hohenwestedter Feuerwache um einen Anbau erweitert. Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung lagen den Kommunalpolitikern drei mögliche Erweiterungskonzepte vor, und die Gemeindevertreter entschieden sich für die Variante 1: einen seitlichen Anbau mit einer Vergrößerung des Flurs zur Umkleide im Hauptgebäude. Bürgermeister Holger Bütecke fasste den Wunsch aller Fraktionen hinsichtlich einer Kostenminimierung in seiner Formulierung des Beschlussvorschlags so zusammen, dass „mögliche Einsparpotentiale voll ausgeschöpft“ werden sollen. Die geschätzten Bau- und Planungskosten in Höhe von 176  295 Euro sollen wenn möglich unter die 150  000-Euro-Marke gedrückt werden. Zum Vergleich: Das neue Drehleiterfahrzeug mit Gelenkarm, das in dem neuen Anbau untergebracht wird, kostet 578  255 Euro.

Zwölf nicht belegte Plätze für unter drei Jahre alte Kinder (U3) im „Haus Klitzeklein“ der Kita Hohenwestedt sorgen für ein Defizit. Um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen, hat die Gemeinde Hohenwestedt in den vergangenen beiden Jahren 40 U3-Krippenplätze geschaffen. Eine aktuelle Prognose sagt bis Juli 2016 eine Krippenbelegung mit 30 Kindern voraus. Die Gemeindevertreter beschlossen, so zu verfahren, wie es der Kita-Vertrag vorsieht: Die Defizitkosten in Höhe von rund 83  000 Euro werden auf alle Trägergemeinden umgelegt. „Wir müssen gucken, wo wir im Kita-Bereich Geld einsparen können – auch da, wo’s weh tut“, forderte der Vorsitzende des Ausschusses für öffentliche Angelegenheiten (AÖA), Dieter Krusche: „Wir wollen unser hohes Niveau halten, aber wir können uns und den Umlandgemeinden diese Kosten auf Dauer nicht zumuten.“

Zweimal Nein und eine Enthaltung gab es von der FDP-Fraktion bei der Abstimmung über den Bebauungsplan Nr. 49 „Nördlich Glüsing“. „Hier ist ein Bürger nicht ordnungsgemäß behandelt worden“, sagte Werner Butenschön. Durch die Festlegung der B-Plangrenzen sei ein privates Grundstück „einfach durchtrennt und wertlos gemacht“ worden, kritisierte Butenschön, „damit sind wir nicht einverstanden.“ „Der Eigentümer hat dies Grundstück gekauft, ohne sich über die Sachlage zu informieren“, entgegnete Bauausschuss-Chef Udo Ahlf, „für uns als Gemeinde war es gar nicht möglich, anders zu reagieren.“

In seinem Bericht zum Auftakt der Sitzung hatte sich Bütecke über aktuelle Fälle von zugewucherten Gehwegen aufgeregt. „Nach unserer Straßenreinigungssatzung ist jeder Eigentümer verpflichtet, den Gehweg vor seinem Haus regelmäßig zu reinigen oder eine Firma damit zu beauftragen“, betonte der Bürgermeister und wies auf die Bußgeldbestimmungen des Landes hin, nach denen solche Ordnungswidrigkeiten mit einer Strafzahlung von bis zu 511 Euro geahndet werden können.

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