Bauhof-Team legt selbst Hand an

27  500 Steine verlegt: Bauhofleiter Dennis Börgmann (vorne) sowie Sven Jensen Ingo Hartig und Olaf Kambies kurz vor Fertigstellung des Parkplatzes der Krippe Löwenzahn (von links), Fotos: hasler
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27 500 Steine verlegt: Bauhofleiter Dennis Börgmann (vorne) sowie Sven Jensen Ingo Hartig und Olaf Kambies kurz vor Fertigstellung des Parkplatzes der Krippe Löwenzahn (von links), Fotos: hasler

Parkplatz an Kinderkrippe entsteht in Eigenleistung

shz.de von
26. Juni 2018, 16:52 Uhr

„Sechs Jahre lang war hier nur eine Schotterfläche, nun haben wir uns der Sache angenommen“, berichtet Bauhof-Leiter Dennis Börgmann. Aktuell wird der Parkplatz der Kinderkrippe Löwenzahn in kompletter Eigenleistung durch den Bauhof ausgebaut.

Es ist eine harte und schweißtreibende Arbeit: 27  500 Steine wurden auf der knapp 600 Quadratmeter großen Fläche verlegt, nachdem zuvor der Unterbau fertig gestellt worden war. Auch die Laternen mussten versetzt werden, damit sie außer Reichweite der Autos stehen. Die Randsteine werden aktuell von Hand geschnitten und die extragroßen Parkflächen durch rote Steine gekennzeichnet. Demnächst wird der Rüttler zum Einsatz kommen, damit sich die Fläche setzt und dann werden die Steine mit Sand eingeschlämmt.

„Im Haushalt wurden 20  000 Euro für dieses Projekt bereitgestellt und in dem Rahmen bewegen wir uns auch“, erläutert Börgmann und ergänzt: „Wenn der Auftrag an eine Firma vergeben worden wäre, hätte es 35 000 bis 40 000 Euro gekostet. Die Gemeinde kann nicht mehr Geld sparen als durch so was. Wir sind in keiner Mehrwertsteuerpflicht und arbeiten quasi zum Selbstkostenpreis.“ Im Laufe der Woche wird der Parkplatz fertig sein, ist sich Börgmann sicher. Vor vier Wochen haben die Bauhofmitarbeiter mit dem Projekt begonnen. „Es musste nebenbei laufen, weil das normale Tagesgeschäft wie zum Beispiel Rasenmähen, weiter ging“, erklärt Börgmann. Die Mitarbeiter haben einen Ballfangzaun errichtet, Bepflanzungen vorgenommen, die Spuren von Vandalismus am Owschlager See beseitigt, das zukünftige Dorfgemeinschaftshaus entkernt und vieles mehr geleistet. „Das Team ist hochmotiviert, weil das Betriebsklima stimmt und weil die Gemeinde in die Technik investiert, wie zum Beispiel in die Anschaffung eines Minibaggers und eines Radladers”, so Börgmann. Dem Klärwerksmeister stehen fünf gelernte Kollegen aus unterschiedlichen Berufen wie Elektriker, Maurer, Zimmermann und Kfz-Mechaniker zur Seite sowie zwei ungelernte Kräfte. „Wir sind breit aufgestellt und haben Freude an Tätigkeiten, bei denen wir zeigen können, was wir können”, berichtet Börgmann. Er findet es sehr motivierend, dass die Gemeinde, die vom Bauhof erbrachten Vorschläge auch annimmt. Bürgermeister Stephan Lübbers ist ebenfalls beeindruckt vom Bauhof-Team. „Die Gestaltung des Schulhofes war schon ein Riesenprojekt und jetzt mal eben einen 580 Quadratmeter großen Parkplatz erstellen, sozusagen nebenbei, das finde ich klasse.“

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