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Schacht-Audorf : Baugebiet teurer als erwartet

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Schacht-Audorf investiert in neues Baugebiet bis zu 2,4 Millionen Euro – geplant war ein Drittel weniger.

shz.de von
erstellt am 03.Apr.2017 | 11:52 Uhr

Bis zu 2,45 Millionen Euro will die Gemeinde Schacht-Audorf in die Erschließung eines neuen Baugebietes investieren. Bereits im Sommer könnten Bauherren ihre neuen Eigenheime errichten. Nun werde durch eine Ausschreibung der wirtschaftlichste Anbieter für die Erschließungsarbeiten der neuen Straße gesucht, sagte Bürgermeisterin Sabrina Jacob (SPD). Der Ausbau werde rund 2,2 Millionen Euro kosten. Sollte es teurer werden, sei eine Reserve von zehn Prozent vorgesehen. Allerdings seien die zehn Prozent mit einem Sperrvermerk versehen, erläuterte die Bürgermeisterin, so dass Finanzausschuss im Falle eines Falles nachsteuern könne, ohne auf die Erlaubnis der ganzen Gemeindevertretung zu warten. So könne schnell reagiert werden.

Da man am Anfang der Planungen mit geringeren Kosten gerechnet habe, waren in den Etat für 2017 nur 1,6 Millionen Euro für die Erschließung eingestellt worden. Nun muss die Gemeinde nachsteuern und diesen Kostenansatz um 850  000 Euro erhöhen. Dieses Geld hat die Gemeindevertretung im ersten Nachtragshaushalt bereitgestellt. Dafür muss ein entsprechender Kredit aufgenommen werden.

Das Baugebiet liegt auf dem Gelände eines ehemaligen Kleingartens im Nordosten der Gemeinde. Abrissarbeiter haben dort bereits ganze Arbeit geleistet. Wo einst Gemüse, Obst und Blumen angebaut worden sind, sieht es heute aus wie auf einem Trümmerfeld. Gartenzäune und Hecken zwischen den Gartenparzellen sind bereits entfernt worden, einige verfallene Gartenlauben säumen das Feld, Unrat ist über die Fläche verteilt. Bis zum Baubeginn muss hier noch einiges passieren.

Insgesamt 33 Grundstücke sind an der Straße „Königsberger Straße Süd“ laut dem Plan der Gemeinde vorgesehen. Der Straßenzug soll über die Breslauer Straße erreichbar sein und verläuft in einer Schlaufe mit Grundstücken in der Mitte und an den Rändern. Es gebe bereits mehr Interessenten als Grundstücke zur Verfügung stehen, sagte die Bürgermeisterin. In den kommenden Wochen sollen die zukünftigen Bauherren Post von der Gemeinde erhalten. Eine Bedingung sei allerdings, dass gebürtige Schacht-Audorfer sowie Bauherren, die selbst das Grundstück für sich nutzen wollen, bei der Auswahl bevorzugt würden.

Aus den Unterlagen der Gemeinde geht hervor, dass die Grundstücke für rund 95 Euro pro Quadratmeter verkauft werden. Die einzelnen Parzellen sind zwischen 560 und 1011 Quadratmeter groß und für Einfamilien- und Doppelhäuser vorgesehen. Beim Verkauf von rund 30  500 Quadratmetern würden etwa drei Millionen Euro in die Gemeindekasse gespült werden.

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