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Landeszeitung

17. August 2017 | 14:12 Uhr

Bauernmarkt lockt Massen nach Norby

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

25 000 Gäste bei der Veranstaltung im Owschlager Ortsteil / Breites Angebot von 200 Ausstellern nach Auftakt mit plattdeutschem Gottesdienst

„Das toppt einfach alles. Das ist der Wahnsinn“, freute sich Günther Haak, Organisator des neunten Norbyer Bauernmarktes. Bei perfektem Wetter seien mindestens 25  000 Besucher zu der Veranstaltung am Sonntag gekommen.

Pünktlich um 10 Uhr läutete Peter Küpper mit seiner historischen Schiffsglocke den neunten Norbyer Bauernmarkt ein. Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Norby, Hans-Jürgen Scheer, begrüßte die Gäste auf Plattdeutsch und freute sich, dass so viele Besucher bereits zur Eröffnungsveranstaltung und dem anschließenden Gottesdienst gekommen waren. Die Schirmherrin, Bürgermeisterin Christiane Ostermeyer, zeigte sich erfreut, dass die Regenschirme in diesem Jahr geschlossen bleiben konnten, und spielte damit auf den verregneten Bauernmarkt 2013 an. Ihr sei es ein Anliegen, sich bei den zahlreichen Organisatoren zu bedanken, so Ostermeyer, denn so ein großes Volksfest auf die Beine zu stellen sei schon eine „ordentliche Nummer“. Kreispräsident Lutz Clefsen oblag die angenehme Pflicht, den Bauernmarkt offiziell zu eröffnen. Der plattdeutsche Gottesdienst wurde von Pastor Christian Bingel eingeleitet. „Da ich erst seit kurzem in Owschlag bin und aus dem Ruhrgebiet komme, schnacke ich noch kein Platt“, erklärte der junge Pastor und übergab Pastor Eckart Ehlers, der humorvoll und kurzweilig predigte und sich besonders über die musikalische Begleitung durch den Musikzug der Feuerwehr Owschlag freute.

Rund 200 Aussteller präsentierten ihr abwechslungsreiches Angebot auf Norbys Straßen, verteilt über eine Strecke von gut zwei Kilometern. Vom Kunsthandwerk bis zum Hobbybastler, von Flohmarktartikeln bis zu gewerblichen Ständen war alles vertreten. Ein umfangreiches kulinarisches Angebot vom geräucherten Fisch bis zum Handbrot aus dem Steinofen ließ keine Wünsche offen. „Aus ganz Schleswig-Holstein kommen unsere Aussteller“, berichtete Haak. „Ich brauche auch gar nicht viel Werbung machen, die melden sich selber an, weil sie in den vergangenen Jahren so gute Erfahrungen gemacht haben“, freute sich der Hauptorganisator.
Zum ersten Mal dabei war der Falknerbetrieb von Helga Eisenschmidt, die gemeinsam mit ihrem Mann Frieder Greifvögel vorstellte und Interessierten die Gelegenheit gab, die imposanten Tiere einmal selbst zu halten. „Das ist ein unbeschreiblich tolles Gefühl“, freute sich Renate Düser über die Erfahrung, einen Wüstenhabicht auf ihrem Arm zu halten. Auch der Steinadler Tschipan, der schon mehrfach bei den Karl-May-Festspielen aufgetreten ist, fühlte sich auf Düsers Arm wohl. Ein weiterer Höhepunkt des Marktes waren die Dreschvorführungen vom Oldtimer-Club Norby und Umgebung. Dabei wurden vorbereitete Korngaben mit historischem Gerät zu Korn in Säcken und gebundenen Strohballen verarbeitet. Klaus Baumann präsentierte an seinem Stand seine Sammlung an besonderen Blasinstrumenten und lud zum Ausprobieren ein. Mit dabei hatte er unter anderem ein Alphorn, ein Schneckenhorn, ein tibetanisches Tempelhorn sowie ein Wagenlenkerhorn. Auch für die Kinder bot der Markt viel: Sie konnten Quad fahren, auf der Riesenrutsche toben, mit dem Karussell fahren oder dem Kasperletheater lauschen.

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erstellt am 16.Aug.2015 | 13:40 Uhr

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