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Einwohnerversammlung : Bauboom in Büdelsdorf

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Stadt stellt auf Einwohnerversammlung aktuelle und künftige Projekte vor. Mehr als 130 Bürger hörten zu.

In Büdelsdorf sprießt ein Gebäude nach dem anderen aus dem Boden. Die Stadt baut zudem ihre Kita-Landschaft um. Bürgermeister Rainer Hinrichs und sein Team stellten während einer Einwohnerversammlung am Mittwoch wichtige Projekte vor. 123 Büdelsdorfer und neun Auswärtige hörten im Regionalen Bürgerzentrum zu. Viele äußerten die Sorge, dass die Bauvorhaben den Verkehr erheblich belasten.

Das größte Projekt ist mit dem Neubau der Heinrich-Heine-Gemeinschaftsschule (HHS) fast abgeschlossen. „Das läuft. Nach den Sommerferien geht die Schule in Betrieb“, kündigte Hinrichs an. Die Stadt zahlt den Preis von 20,7 Millionen Euro im Herbst in einer Summe, teilte die stellvertretende Projektleiterin Simone Kuhlmann der Landeszeitung mit. Das Bauunternehmen Goldbeck wird die HHS 23 Jahre lang betreiben und der Kommune dafür eine Jahrespauschale in Höhe von 451  000 Euro berechnen.

Die Astrid-Lindgren-Grundschule (ALG) neben dem Neubau steht ab dem Sommer leer. Die Schüler werden in dem westlichen Teil der alten HHS unterrichtet, der früher Klaus-Groth-Schule (KGS) hieß. Wie die ehemalige ALS künftig genutzt wird, wird in Workshops ab Herbst beraten. Dann beginnt der Umbau des Ostteils der alten HHS. Dort sollen im August 2018 die Grundschüler aus dem KGS-Gebäude und aus der ehemaligen Friedrich-Ebert-Schule (FES) einziehen. Über die Zukunft der FES-Sporthalle will die Kommune entscheiden, sobald sie und die Umlandgemeinden einen Sportentwicklungsplan erarbeitet haben.

Wie Stadtarchitekt Oliver Horn erläuterte, wird der KGS-Trakt anschließend abgerissen. An seiner Stelle baut die Stadt eine neue Kita mit sieben Gruppen. Zugleich will sie drei Wohnhäuser an der Ulmenstraße abbrechen und dort einen Parkplatz für Kita und Schule anlegen. Schüler, Lehrer und Eltern sollen das Gelände künftig von der Ulmenstraße aus betreten. Die Zahl der 30 Lehrerparkplätze an der Akazienstraße wird halbiert, die Zufahrt vom Pappelweg aus geschlossen.

Wenn die neue städtische Kita im August 2019 eröffnet wird, schließt die Kita Liliput an der Gustav-Frenssen-Straße. Die Stadt wird ihre Erzieher aus den insgesamt 13 Gruppen der Kitas Liliput und Lummerland, Zur Bücherei 1, am neuen Standort zusammenziehen. Sie sollen vor allem jüngere Kinder mitnehmen, da für sie die persönliche Bindung wichtiger als für ältere ist.

Die Kita Lummerland will die Stadt per Ausschreibung einem neuen Träger übergeben. Das beschloss der Ausschuss für Bildung, Familie und Freizeit im April. „Wir wollen das Personal an einem Standort bündeln, um mehr Qualität und Flexibilität bieten zu können“, sagte Hinrichs der Landeszeitung. Matthias Hoffmann, Leiter des Sachgebiets Familie, Freizeit und Sport, führte als Grund für die Umstrukturierung zudem an: Von den 350 Kita-Plätzen in Büdelsdorf stehen 62 Prozent unter Obhut der Stadt. Sie verletzt damit die Pflicht, freien Trägern den Vorrang zu geben.

Gebaut wird an vielen Ecken Büdelsdorfs: Im Gewerbegebiet Am Dolmen vergibt die Stadt bald das letzte Eckgrundstück. Zwei Grundstücke des Gewerbegebiets Trichterbecherweg sind bebaut. Der Discounter Lidl will von der Sportallee auf den Friedensplatz an der Hollerstraße umziehen. Am Ende der Konrad-Adenauer-Straße wird eine Ampel aufgestellt. Die Baugenossenschaft Mittelholstein investiert dort 7,4 Millionen Euro in ein Projekt mit 48 geförderten Wohnungen. Für die Hälfte davon hat die Stadt ein Belegungsrecht.

Im zweiten Halbjahr sollen an der Hollerstraße-West in Kooperation mit dem Verein Brücke Rendsburg-Eckernförde acht Häuser entstehen. Wegen der Sanierung der Straße will Hinrichs nach der Sommerpause im Innenministerium vorsprechen. Ein ehemaliges Etablissement an der Hollerstraße soll für 650  000 Euro in Wohnungen für Künstler der Ausstellung NordArt umgebaut werden. Das Ehepaar Johanna und Hans-Julius Ahlmann will ab Oktober neben dem Einkaufszentrum Rondo ein siebengeschossiges Ärztehaus mit zweistöckigem Anbau für einen Finanzdienstleister errichten. Ein Arbeitskreis prüft den Bau einer Gemeinschaftspraxis, eventuell gegenüber der Arbeiterwohlfahrt (Awo).

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erstellt am 14.Jul.2017 | 09:49 Uhr

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