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Zwischen Achterwehr und Melsdorf : Bauarbeiten auf der A210: Montag wird’s ab Felde eng

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Die Fahrbahn wird auf Sechs-Kilometer-Strecke in Richtung Kiel saniert – die Bauarbeiten sollen fünf Wochen dauern.

shz.de von
erstellt am 21.Jul.2017 | 11:05 Uhr

Rendsburg/Achterwehr | Die Autobahn 210 kommt wieder „unters Messer“: Ab Montag müssen sich Autofahrer auf längere Fahrtzeiten in Richtung Kiel einstellen. Der Grund sind Bauarbeiten zwischen den Anschlussstellen Achterwehr und Melsdorf. Auf der rund sechs Kilometer langen Strecke wird der Asphalt aufgerissen und gegen eine neue Fahrbahndecke ausgetauscht. Bereits 2016 waren zwei Abschnitte der Autobahn während der gesamten Sommerferien saniert worden.

Der Bauzeitraum ist auch in diesem Jahr wieder in die schulfreie Zeit gelegt worden, weil dann auf der als Pendlerautobahn bekannten Strecke üblicherweise weniger Verkehr herrscht. Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) hat fünf Wochen eingeplant. Wenn es nicht allzu viel regnet, sollen die Arbeiten am Sonntag, 27. August, abgeschlossen sein. Trockenes Wetter ist insbesondere beim Asphaltieren wichtig.

„Damit die Beeinträchtigungen so gering wie möglich gehalten werden, wird die Fahrbahn in einem Bauabschnitt saniert“, teilt der Leiter der LBV-Niederlassung Rendsburg, Matthias Paraknewitz, mit. Der Verkehr in Richtung Kiel wird dann kurz vor der Anschlussstelle Achterwehr/Westensee/Felde auf die Gegenfahrbahn übergeleitet, sodass dort pro Richtung nur eine Spur zur Verfügung steht.

Auf diesem Teilstück soll es dennoch zügig vorangehen. Laut Paraknewitz soll die Höchstgeschwindigkeit nur geringfügig von 120 auf 100 Kilometer pro Stunde gesenkt werden. „Diese Regelung hat sich während der Bauphase im vergangenen Jahr bewährt. Es gab keine Unfälle. Das zeigt, dass wir vernünftige Autofahrer auf der Strecke haben“, sagte der Niederlassungsleiter zur Landeszeitung.

Kurz hinter Melsdorf wird der Verkehr wieder zurückgeleitet. „Die Anschlussstellen Achterwehr und Melsdorf werden im Zuge der Maßnahme mitsaniert und sind somit in Fahrtrichtung Kiel vom 24. Juli bis zum 27. August voll gesperrt“, heißt es weiter in der LBV-Mitteilung. Wer also aus Rendsburg kommt und in Achterwehr abfahren möchte, muss bereits die Abfahrt Bredenbek nehmen. Von dort führt die ohnehin bestehende Umleitungsstrecke ans Ziel. Andersherum gilt: Wer nach Melsdorf will, muss bereits den Zubringer Mettenhof nutzen.

Der Abschnitt muss laut Landesbetrieb saniert werden, obwohl die Asphaltschicht noch gar nicht kaputt aussieht. Der Knackpunkt liegt Matthias Paraknewitz zufolge in der darunter liegenden Schicht der Autobahn. Bei Probebohrungen sei festgestellt worden, dass die sechs bis acht Zentimeter dicke Binderschicht unter der Fahrbahndecke Schäden aufweist. Dort kann sich Wasser sammeln. Wenn es im Winter friert, dehnt es sich aus und sprengt auf diese Weise auch die oberste Schicht auf. Deshalb werden beide nun ausgetauscht. Das kostet 3,3 Millionen Euro.

Die Tragschicht, auf der die gesamte Autobahn ruht, ist laut Paraknewitz hingegen noch in Ordnung. Solche Schichten halten üblicherweise rund 40 Jahre – die A210 ist aber erst etwa 30 Jahre alt. Der Austausch der oberen beiden Ebenen auf dem Abschnitt zwischen Achterwehr und Melsdorf bildet jedoch einen besonderen Abschluss, denn damit ist diese Maßnahme auf der gesamten Strecke zwischen Rendsburg und Kiel seit dem Autobahnbau einmal vorgenommen worden. „Dann sind wir mit der Binderdecke einmal komplett durch“, sagte Paraknewitz gestern.

Die Baustelle ist Teil eines Mammut-Programms für die Infrastruktur in diesem Jahr. Die Zahl der Sanierungen hat sich gegenüber 2016 verdoppelt. Insgesamt werden 20 Millionen Euro investiert.

Aktuelle Verkehrsinformationen erhalten Sie unter shz.de/verkehr.

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