zur Navigation springen

Fußball-Kreisliga : Bargstedt der Hecht im Karpfenteich

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Im ersten Teil des Rückblicks in der Fußball-Kreisliga Rendsburg-Eckernförde stehen die Teams auf den Plätzen eins bis acht im Fokus. Unter den Top vier der Tabelle sind mit dem TuS Rotenhof, 1. FC Schinkel und TuS Jevenstedt auch die Titelfavoriten zu finden.

Eigentlich sollte die Vorrunde der Fußball-Kreisliga Rendsburg-Eckernförde mit dem 19. Spieltag am Wochenende des 7./8. Dezember enden. Doch Petrus hat da nicht mitgespielt und Olaf Jacobi, dem KFV-Spielausschussvorsitzenden, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Spieltag fiel aus, so dass die Teams vorzeitig in die Winterpause gehen konnten. Die Tabelle bietet dabei kein überraschendes Bild. Mit dem Spitzenreiter TuS Rotenhof, dem 1. FC Schinkel (3.) und dem TuS Jevenstedt (4.) finden sich auch die vor Saisonbeginn als Meisterschaftsanwärter gehandelten Vereine unter den Top vier. Einzig der TuS Bargstedt (2.) entpuppte sich als Hecht im Karpfenteich. Am Tabellenende rangieren mit dem Osterrönfelder TSV II (14.), Aufsteiger TSV Borgstedt (15.) und dem TSV Gut-Heil Lütjenwestedt (16.) jene Teams, die auch dort erwartet wurden. Im ersten Teil des Rückblicks stehen die ersten acht Teams der Tabelle im Fokus.

TuS Rotenhof


Die Rotenhöfer haben es langsam angehen lassen. Erst nach dem 6. Spieltag waren sie als Tabellendritter in der Spitzengruppe zu finden. Seit dem 17. Spieltag ist der TuS Spitzenreiter. Auch am 9. und 10. Spieltag grüßte der TuS von der Spitze. „Die Erwartungen haben sich damit natürlich erfüllt. In der Vorbereitung und bis zum 5. Spieltag hatten wir großes Verletzungspech. Da fielen teilweise zwölf Spieler aus. Da hat sich unser großer Kader dann ausgezahlt“, sagt TuS-Trainer Thomas Gosch, der vom Teamgeist und der Trainingsbeteiligung begeistert ist. Als negativ wertet er die Ungeduld der jungen Spieler, die sich hier und da dadurch unnötige Karten eingehandelt haben. Saisonziel bleibt ein möglicher Aufstieg. Dazu sollen auch Kilian Möller und Sören Schulz, beide waren lange Zeit verletzt, einen entscheidenden Beitrag leisten. Gosch hofft, dass beide im März ihre Verletzungen auskuriert haben. Gleiches gilt für Jascha Potschko. Neuzugang Robin Grell (in der Winterpause von Borussia Rendsburg gekommen) ist noch gesperrt. Insgesamt hat der TuS 27 Spieler eingesetzt. Als härteste Konkurrenten im Titelrennen stuft Gosch den 1. FC Schinkel und TuS Jevenstedt ein.

TuS Bargstedt


Mit seinen Offensivqualitäten hat der TuS Bargstedt alle anderen Mannschaften überrascht. 58 Tore in 17 Spielen ist aller Ehren wert. Allerdings stehen dem 33 Gegentore entgegen. „Das gefällt mir nicht. Doch das ist unser offensiv ausgerichteten Spielweise geschuldet“, stellt Trainer Frank Wolter fest. Zu Beginn der Serie war das Ziel, unter die ersten Sieben der Tabelle zu kommen. Das hat seine Mannschaft in beeindruckender Weise erfüllt. „Nach dem Sieg beim Nortorfer Amtspokal war schon damit zu rechnen, dass wir gute Spiele abliefern werden. Zuletzt hat uns allerdings etwas Schwung gefehlt“, ist Wolter mit dem bisherigen Saisonverlauf dennoch zufrieden. Eine wichtige Grundlage für die starke Saison liegt laut Wolter vor allen Dingen in der guten Chancenverwertung, der Trainingsbeteiligung, der Kameradschaft und der Einstellung der Mannschaft, in der 19 Spieler eingesetzt wurden. Eine Zielvorgabe gibt es vom Trainer zum Saisonende nicht. „Wir werden weiter hart arbeiten und schauen, was am Ende dabei herauskommt.“ Dabei hofft Wolter auch darauf, dass Stürmer Jan Streubichen, er wurde verletzungs- und arbeitsbedingt nur in drei Spielen eingesetzt, mehr Spiele bestreiten kann. Ein harter Schlag ist jedoch, dass Mittelfeldspieler Ulf Matthiesen seine Laufbahn aus persönlichen Gründen beendet hat. Als Titelfavoriten sieht Wolter den TuS Rotenhof und den 1. FC Schinkel.

1. FC Schinkel


Als wohl größter Aufstiegsfavorit ist die Mannschaft von Lars Dubau in die Saison gegangen und konnte die Erwartungen nur bedingt erfüllen. Zwar stehen die Schinkeler auf dem dritten Platz, haben aber schon einen Rückstand von vier Punkten auf den Tabellenführer aus Rotenhof. Vor allem die zahlreichen Unentschieden gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel warfen den 1. FC immer wieder zurück. Dubau war mit dem Auftreten seiner Mannschaft oft unzufrieden und forderte meist klare Siege, doch den Wunsch des Trainers erfüllten ihm seine Schützlinge nur selten und man musste trotz klarer Dominanz meist bis zum Ende zittern. „Viele Spieler sind mit den Köpfen schon in der Verbandsliga“, kritisiert Dubau nach der Hälfte der Hinrunde. „Die meisten haben einfach zu selten ihr ganzes Potenzial gezeigt.“ Vor allem personell will Dubau jetzt einige Veränderungen vornehmen und hart durchgreifen. Einige Spieler werden den Verein verlassen. Die nötigen Neuzugänge stehen schon bereit: Enis Hodaj, Martin Iglivski (beide Rot-Schwarz Kiel), Fidan Imeri (Suchsdorfer SV) und Umut Aktan (SVE Comet Kiel) sind Spieler mit Verbandsligaerfahrung und haben schon die eine oder andere Trainingseinheit bei den Schinkelern absolviert.

TuS Jevenstedt


Zunächst kamen die als Meisterschaftsfavorit gehandelten Jevenstedter schwer in Tritt. Als Grund dafür hat Michael Rohwedder, der die Nachfolge von Adrian Königsmann und Helge Becker am 21. Oktober antrat, die kurze Sommerpause ausgemacht. „Das hat zu Saisonbeginn zu körperlichen Defiziten geführt.“ Zudem waren die Erwartungen an die noch junge Mannschaft nach der grandiosen Vorsaison doch groß. Das alles musste verarbeitet werden, ebenso die Unruhe um die neuen Trainer. Zwischenzeitlich ist das alles abgehakt. Die Mannschaft hat sich gefangen und verfügt mit 59 Toren über die beste Offensive der Liga. Sie war die Basis für eine Serie von zehn ungeschlagenen Spielen. Doch die Mannschaft ist auch in der Defensive stabiler geworden. „In der Grundordnung gab es doch Mängel. Da haben wir es den Gegnern zu leicht gemacht“, meint Rohwedder. Bei 26 Gegentoren in 17 Spielen ist das aber immer noch ein guter Wert. Das Ziel für die Rückrunde lautet, mit einem guten Start oben angreifen. „Das Potenzial dafür ist vorhanden“, meint Rohwedder, der in seinem Kader eine überragende Trainingsbeteiligung ausgemacht hat.

Osterbyer SV


Von Anfang an spielte die Elf von Trainer Nico Stocks oben mit und bekam sehr viel Respekt von anderen Teams zugesprochen. Am 5. Spieltag konnten die Osterbyer sogar einmal von ganz oben grüßen. Gerade zu Hause sind die Mannen von Nico Stocks eine Macht und gewannen sechs der neun Heimspiele. „Der Erfolg ist so nicht zu erwarten gewesen. Viele vergessen immer, dass wir letzte Saison mit dieser Mannschaft bis zur letzten Minute um den Klassenerhalt gekämpft haben“, weiß Stocks den Erfolg seiner Mannschaft hoch einzuschätzen. „Bei den Siegen gegen den Eckernförder SV II und Schinkel konnte man sogar sehen, dass wir auch gegen solche starken Gegner mithalten können.“ Allerdings weiß der OSV-Coach auch um die Schwäche gegen kampfstarke Gegner. Das beste Beispiel ist die 3:8-Heimniederlage gegen den TuS Bargstedt. „Die jungen Spieler müssen einfach noch lernen, auch mal gegen an zu gehen.“ Trotzdem haben die jungen Nachwuchsspieler wie Lennart Hamann, Lennard Plaga, Ole Wessels und Lukas Firley mit guten Leistungen überzeugt. „Aufgrund der Langzeitverletzten hatten sie keine Anlaufzeit und mussten sofort einspringen“, weiß Stocks. Neuzugänge sind nicht geplant. Die Osterbyer wollen weiterhin den Weg über die Jugend gehen.

SG Felde/Stampe


Die SG hat bislang eine recht gute Saison gespielt und verzeichnete nach dem 13. Spieltag mit Rang drei die beste Platzierung. „Damit haben wir die Erwartung an die Saison voll erfüllt“, erklärt SG-Trainer Oliver Bock, der insgesamt 20 Spieler einsetzte. Im Laufe der Saison hat sich nach Einschätzung von Bock seine Mannschaft gut entwickelt, was ihm besonders wichtig ist. „Wir sind torgefährlicher geworden. Die Umstellung auf zwei Spitzen hat sich ausgezahlt. Dadurch haben wir auch weniger Gegentore kassiert.“ Eine Serie von zwölf Spielen ohne Niederlage nährt auch die Hoffnung, im weiteren Saisonverlauf im Kampf um die ersten drei Plätze mitmischen zu können. Als Meisterschaftsanwärter stuft Bock gar die Mannschaften von Platz eins bis sieben ein. Die Vorbereitung für die Restsaison ist auf den 10. Februar 2014 terminiert. Im Kader der SG wird es in der Winterpause weder Zu- noch Abgänge geben.

Eckernförder SV II


Schon vor der Saison hatte so manch einer die ESV-Reserve als Geheimfavoriten gehandelt. Bitter: Durch die Umwertung des 6:2-Sieges gegen Borussia 93 Rendsburg aufgrund des nicht spielberechtigten Leon Engelbrecht in eine 0:2-Niederlage fiel die Elf von Trainer Töns Dohrn von Platz zwei noch auf Platz sieben zurück. Trotz der vielen Höhepunkte blieb vor allem eine Niederlage in Erinnerung des ESV: Nach einer 2:0-Führung mussten sich die Eckernförder noch 2:3 gegen den TSV Karby geschlagen geben. Doch auch daraus zieht Dohrn durchaus positive Folgen: „Damals waren wir natürlich geschockt, doch wir sind dadurch gewachsen und noch stärker zurückgekommen.“ Als Höhepunkt ist der 5:0-Sieg gegen den VfR zu nennen. Gerade Jenrik Christensen, mit 18 Treffern der Führende der Torjägerliste, spielte eine herausragende Hinrunde und hatte einen großen Anteil an dem Erfolg. Allerdings will Dohrn seinen Stürmer nicht all zu sehr herausheben: „Er hat bisher eine super Saison gespielt, lebt aber auch von der starken Leistung der restlichen Mannschaft.“ Ein Ziel haben die Eckernförder nicht ausgemacht und wollen weiter von Spiel zu Spiel schauen.


TSV Vineta Audorf


Die Vineta ist unter ihrem neuen Trainer Norman Bock stark gestartet. Sie gewann überraschend das LZ-Turnier. Diese Form hat die Mannschaft jedoch nicht mit in den Punktspielauftakt nehmen können. „Der Turniersieg hat uns nicht gut getan. Jeder dachte, dass es auch in den Punktspielen so läuft. Doch das war nicht der Fall“, sagt Bock, dessen Team sich lange schwer tat. Erst nach dem 13. Spieltag war das ausgegebene Saisonziel (einstelliger Tabellenplatz) mit Rang neun erreicht. Bislang waren die Audorfer noch zu inkonstant. Heimniederlagen gegen den TSV Karby (0:1) und den TSV Borgstedt (1:2) steht ein 3:0-Sieg über den 1. FC Schinkel gegenüber. „Doch die Tendenz geht bei uns nach oben“, meint Bock. Dass es nicht besser lief, schreibt der neue Trainer vor allen Dingen einer Reihe individueller Abwehrfehler zu. Und im Angriff wurden die stets vorhandenen Torchancen zu wenig genutzt. Nicht gefallen hat Bock zudem eine Reihe von unnötigen Karten der doch jungen Mannschaft. Den eingeleiteten Umbruch stuft er als gelungen ein. Die ehemaligen A-Jugendspieler Ayendy Perez, Patrick Scheer, Marc Gorn, Jannik Rohwer, Felix Bidenharn und Conner Trompf haben sich in ihrem ersten Herrenjahr gut entwickelt. Überhaupt legt Bock großen Wert auf die Entwicklung. „Da sind wir auf einem richtig guten Weg, auch außerhalb des Platzes“, erklärt Bock, der von seinen Arbeitsbedingungen in Audorf schwärmt. Als Meisterschaftsfavoriten sieht Bock, der bislang 24 Spieler einsetzte, den TuS Jevenstedt.
Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen