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Landeszeitung

18. Oktober 2017 | 00:58 Uhr

Stifterbänke : Bank vor dem Museum

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ellen und Norbert Popp spenden die insgesamt 4. Stifterbank mit einem Schusterzitat von Theodor Storm. Der Heimatbund ist nun auf der Suche nach neuen Standorten, da de zunächst geplanten sieben schon fast ausgebucht sind.

shz.de von
erstellt am 13.Sep.2013 | 06:49 Uhr

Die Idee mit den Stifterbänken in Hanerau-Hademarschen fanden Ellen und Norbert Popp vom Schuhhaus Popp so gut, dass sie sich an der Aktion des Arbeitskreises Kultur und Tourismusangebote der Gemeinde und des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes, Ortsverein Hanerau-Hademarschen und Umgebung (SHHB), beteiligten. „Wir wussten, dass vor allem bei den älteren Mitbürgern der Wunsch nach mehr Sitzgelegenheiten im Ort bestand. Mit den Stifterbänken wird diesem Anliegen entsprochen“, sagt Norbert Popp „und gleichzeitig etwas dafür getan, den Hademarschern Theodor Storm näher zu bringen“, ergänzt Waltraut Barnstedt, Vorsitzende des SHHB-Ortsvereins.

Die Bank von Ellen und Norbert Popp steht vor dem Museum und enthält einen Textauszug aus Storms Novelle „Herr Etatsrat“, der sich auf das Schuhmacherhandwerk bezieht. „Es war nicht einfach, zu diesem Thema etwas bei Storm zu finden“, erklärt Norbert Popp, der sich den Bezug des Textes zum Handwerk in Lübeck bei einem Gerüstbauer abgeschaut hat. „Dort war ein Zitat von Thomas Mann zu sehen, das das Bauhandwerk thematisierte. Also wollte ich gerne einen Storm-Text zum Thema Schuhe“. Letztendlich wurde er mit Unterstützung durch den SHHB-Ortvereins fündig. Nun ziert folgender Textauszug die Lehne: „Geduld, Geduld“, sagte er hastig. „Kein voreiliges Urteil, Liebster. Ich habe jetzt endlich einen Schuster gefunden; ein exzellenter Bursche, ausnehmend exzellent. Wenn sie fertig sind, werde ich mit den durchaus vollkommenen Stiefeln zu dir kommen“.

Eckart Niemöller brachte die Idee mit den Stifterbänken aus Jena mit. Auch dort bestand offenbar der Wunsch nach mehr Sitzgelegenheiten, wie die Aktion „Mehr Bänke für Jena“, vermuten lässt. In Hademarschen hat es allerdings eine besondere Bewandnis mit dem Mobilar: In Gedenken an Theodor Storm werden die Bänke nicht nur mit Zitaten und Textauszügen aus seinen Werken versehen, sie werden nur an den Orten aufgestellt, die in Verbindung mit ihm stehen. In der Straße „Im Kloster“ wohnte Storm vorübergehend. Deshalb sei diese Bank vor dem Museum aufgestellt worden, erklärt Waltraut Barnstedt. Sieben Bänke an sieben Storm-Orten waren vorgesehen. „Wegen der guten Nachfrage wird es jedoch weitere geben. Wir müssen uns nur überlegen, wie viele Orte zum Aufstellen uns noch bleiben“, sagt Waltraut Barnstedt. Bank Nummer Eins steht bei der Storm-Statue im Waldfriedhof, gestiftet von Ideengeber Eckart Niemöller. Nummer Zwei steht beim Café „Alte Scheune“ auf dem Gutsgelände und wurde von Reinhard und Christiane Niemöller gespendet. Die dritte Bank übernahm Christian Tepker, sie stehe aber noch nicht an ihrem eigentlichen Bestimmungsort, sagte Barnstedt. Interessenten können sich bei Waltraut Barnstedt unter 04872/1017 melden.

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