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Landeszeitung

18. August 2017 | 18:43 Uhr

Badeanstalt: Abriss oder Renovierung?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

TuS Nortorf konnte bislang keinen neuen Pächter für den Betrieb am Borgdorfer See finden / Experte soll Gebäude begutachten

Für die Renovierungsarbeiten am Gebäude an der TuS-Badeanstalt am Borgdorfer See sind nach Schätzungen rund 28  000 Euro nötig. Der Sozial- und Kulturausschuss der Stadt Nortorf hat bereits beschlossen, diese Summe in den Haushalt 2016 aufzunehmen, allerdings hielten es die Mitglieder für sinnvoll, den Bauausschuss zu dieser Entscheidung hinzuzuziehen. Dieser nahm die Summe mit einem Sperrvermerk auf. Die Frage, ob das Gebäude überhaupt noch renovierungswürdig ist, kam auf. Zudem hat der TuS Nortorf bislang noch keinen neuen Pächter gefunden, Gespräche, ob vielleicht Asylanten die Räumlichkeiten nutzen können, wurden angesprochen.

Ulrich Stengel, Vorsitzender des TuS, erklärte den Mitgliedern im Bauausschuss am Montagabend den Sachverhalt: „Wir konnten noch keinen neuen Pächter gewinnen, obwohl eine Annonce geschaltet worden ist. Wir haben zwei Pläne. Plan A – unser Favorit – sieht die ganzjährige Vermietung vor.“ So sei auch eine Pflege des Grundstückes im Winter gewährleistet. „Plan B ist, dass wenigstens der Kiosk und das Grundstück in der Saison betrieben werden.“ An dem in die Jahre gekommenen Gebäude müssten einige Dinge auf jeden Fall zu erneuert werden. „Einige Sachen müssten sofort gemacht werden, um das Gebäude weiterhin zu erhalten, einige könnten aber auch erst dann entschieden werden, wenn wir einen Pächter gefunden haben“, so Stengel. Komplizierter geworden sei es, seitdem das Amt Nortorfer Land auf den TuS zugekommen ist. Für den Winter sei das Gebäude ideal, um Asylanten unterzubringen. „Das begrüßen wir natürlich sehr“, so der Vorsitzende weiter, „aber für die Unterbringung müsste dann sofort etwas an dem Gebäude gemacht werden.“ Vorsichtig fragte Ausschussvorsitzender Karsten Groth: „Verstehen Sie mich jetzt bitte nicht falsch: Aber ist das Gebäude renovierungsswürdig?“ Die Frage habe man sich im Verein auch schon gestellt, gestand Stengel. „Wir sind der Meinung, ja.“ Allerdings benötige man das Urteil eines Experten. Diesen habe man in Vereins-Reihen zur Verfügung. Der Fachmann soll nun überprüfen, ob sich eine Renovierung lohnt, oder ob das Gebäude dem Bagger zum Opfer fällt. Einig war man sich im Bauausschuss darüber, dass man die Badeanstalt in jedem Fall erhalten möchte. „Das hört sich schon mal gut an“, freute sich Stengel. Die 28  000 Euro wurden mit einem Sperrvermerk in den Haushalt 2016 gestellt.

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erstellt am 18.Nov.2015 | 00:32 Uhr

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