zur Navigation springen

Osterrönfeld : B 202: Keine Aufhebung der Sperrung

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Heute wurde das neue Fundament des Brückenpfeilers an der B 202 gegossen. Bis der Beton trocken ist, dauert es eine Woche, in der an der Baustelle nicht gearbeitet wird. Trotzdem wird die Straße in der Zeit nicht wieder freigegeben.

Stoßstange an Stoßstange schieben sich die Fahrzeuge langsam durch den Ort. Im Berufsverkehr – morgens und abends – geht es nur im Schritttempo voran. Die Anwohner leiden unter Lärm und Abgasen. Schon seit sechs Wochen herrscht in Osterrönfeld der Ausnahmezustand. Weil die Fundamente eines Brückenpfeilers der Eisenbahnhochbrücke saniert werden, ist die Fahrbahn der B 202 in Richtung Kiel gesperrt. Der gesamte Verkehr wird ab der Anschlussstelle „Grüner Kamp“ über die Dorfstraße und die Kieler Straße bis zur Wiederauffahrt hinter dem Einkaufszentrum bei Edeka „Hoof“ umgeleitet (wir berichteten).

Doch wie lange bleibt es noch bei diesem Ausnahmezustand? „Die Arbeiten liegen sehr gut im Zeitplan“, stellte Günter Wischnewski, Leiter der Verkehrsaufsicht des Kreises Rendsburg-Eckernförde, nun fest. Er teilte mit, dass man nach Rücksprache mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt, das für die Baumaßnahme zuständig ist, davon ausgehe, den frühest möglichen Termin für die Fertigstellung einhalten zu können. „Dann würde die Umleitung am 28. Juni aufgehoben.“

Heute wird eines von zwei Fundamenten des Brückenpfeilers gegossen. Weil der Beton dann eine Woche austrocknen muss, hatte die Gemeinde beim Kreis angefragt, ob man für diese Zeit die Sperrung der B 202 aufheben könne. Das wurde abgelehnt. „Einen Tag hätten wir für den Abbau der Beschilderung gebraucht, zwei Tage für die erneute Einrichtung der Umleitung. Kosten und Nutzen ständen in keinem Verhältnis“, begründete Wischnewski die Entscheidung. Zudem würden die Autofahrer durch eine solche Maßnahme unnötig verwirrt werden.

Osterrönfelds Bürgermeister Bernd Sienknecht zeigte Verständnis für die Ablehnung. „Wir haben uns vorgenommen, jede Möglichkeit für eine Verbesserung im Dorf aufzugreifen“, begründete er den Antrag der Gemeinde. Die Osterrönfelder seien schon „stark genervt“ durch die Umleitung, machte er deutlich. Vor allem die enge Dorfstraße mit ihren Kurven sei für so viel Verkehr nicht geeignet. „Wenn sich zwei Lastwagen begegnen, fährt einer auch schon mal über den Bürgersteig.“ Gefährlich werde es auch tagsüber in den Zeiten, in denen der Verkehr rollt. „Dann rasen viele durch das Dorf.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen