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Rendsburg : Autohaus Fräter: Aufräumen nach dem Großfeuer

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bei Opel Fräter in Rendsburg wird die Brandruine Stück für Stück beseitigt. Der Betrieb geht weiter. Das neue Werkstattgebäude soll im Oktober fertig sein.

shz.de von
erstellt am 17.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Rendsburg | Die ausgebrannten Autowracks auf dem Hof sind schon weg – jetzt geht es an die Trümmer. Bei Opel Fräter in der Kollunder Straße haben vor gut einer Woche die Aufräumarbeiten begonnen. Die Ruine, die das Großfeuer vom 4. Februar hinterließ, wird Stück für Stück entsorgt. „Alles muss sorgfältig voneinander getrennt werden“, sagt Heino Behrens aus der Geschäftsleitung des Autohauses. Den Auftrag erledigt das auf solche Fälle spezialisierte Unternehmen „Elly Nickels“.

Der Mit-Inhaber blickt in die große Halle, in der bis vor zehn Wochen normaler Betrieb herrschte. Nun schaufeln sich ein Radlader und ein Bagger Meter für Meter durch tausende Bruchstücke. Anders als in der ersten Zeit nach dem Feuer riecht es kaum noch verbrannt. Die Reste werden entweder in einen offenen Container oder in große weiße Säcke, sogenannte Bigbags, verladen und abtransportiert. In zwei Wochen wollen die Abbruchexperten fertig sein. Dann kann auf dem Areal nahe der Alten Kieler Landstraße der Neuaufbau beginnen. „Spätestens im Oktober steht die Werkstatt wieder“, sagt Behrens.

Wobei der Betrieb bei Fräter schon jetzt weitergeht. Eine Verkaufshalle wurde gar nicht in Mitleidenschaft gezogen, sie kann voll genutzt werden. Die durch Löschwasser beschädigte Halle nebenan wird von der Fußbodenheizung bis zum Inventar komplett erneuert. Sie wurde nur deshalb kein Raub der Flammen, weil eine Brandschutzwand der Gluthitze standhielt. In einem Zelt auf dem Hof wechseln Mitarbeiter Reifen, auch Bremsen werden in dem Provisorium repariert. Vier Verkäufer und bis zu acht weitere Angestellte arbeiten laut Behrens nach wie vor am Standort Kollunder Straße. Alle anderen der insgesamt 35 Beschäftigten wurden auf angemietete Werkstätten oder auf die sechs weiteren Filialen im Land verteilt.

Die Anwohner zwischen Neuwerk und Schleife haben sich an den Anblick der Brandruine schon fast gewöhnt. Rentnerin Elisabeth Bräuning, die in der Nähe des Uhrenblocks wohnt und oft am Fräter-Gelände vorbeikommt, behält die Fortschritte im Blick. Der Seniorin leuchtet ein, dass der Abriss wegen der vielen unterschiedlichen Materialien keine Sache von Tagen ist. „Ich habe selbst einmal in der Industrie gearbeitet und weiß, was da alles anfällt“, sagt sie, als sie wenige Meter neben dem Warnschild „Asbestfasern“ stehenbleibt. Der Hinweis hängt an einem Bauzaun, er bereitet ihr keine Sorge. Das sei wohl eine reine Vorsichtsmaßnahme, meint Elisabeth Bräuning. Geschäftsführer Heino Behrens bestätigt: Für Anwohner bestehe bei den Abrissarbeiten keine Gefahr. Teile der Dachverkleidung, in denen Asbest vorkomme, sollen nach seinen Angaben vorsichtig abgeschraubt werden. „Solange eine Asbestplatte im Stück ist, passiert nichts“, versichert der Chef.

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