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Landeszeitung

21. November 2017 | 07:44 Uhr

Fährausfall : Autofahrer müssen ausweichen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Anleger in Breiholz und Sehestedt sind teilweise gesperrt.

shz.de von
erstellt am 08.Jul.2017 | 09:43 Uhr

In den kommenden zwei Wochen müssen sich Autofahrer an den Fähren in Breiholz und Sehestedt auf Sperrungen einstellen. Die Fähranleger an den beiden Stationen werden jeweils einen halben Tag lang einer Bauwerksprüfung unterzogen, Fahrzeuge können währenddessen nicht über den Kanal gebracht werden. In der Zeit von 8.30 bis 15 Uhr stehen die Fähren nur für Fußgänger und Radfahrer zur Verfügung. Los geht die Bauwerksprüfung am Montag, 10. Juli, in Breiholz, am Montag, 17. Juli, ist der Schiffsstandort in Sehestedt an der Reihe.

Alle drei Jahre müssen die Fähranleger überprüft werden. Das hängt mit einer Eigenheit der Schiffe zusammen. „Bei uns im Kanal fahren Spitzfähren“, erklärt Jörg Winkelmann vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau. Er ist der Leiter für den Außenbezirk Rendsburg und auch für die Betreuung der Fähren verantwortlich. „Die Fähren fahren mit ihrer Spitze unter den Anleger und baulich werden die Andockstationen als Brücken betrachtet“, sagt Winkelmann. Deswegen sei die Bauwerksprüfung in regelmäßigen Abständen gesetzlich vorgeschrieben.

Geprüft wird hier viel mehr, als die Betondecke, über die Autos, Fahrradfahrer und Fußgänger ihren Weg auf die Fähre finden. „Die Nutzer selbst sehen nur die Oberfläche“, so Winkelmann. „Zu dem Konstrukt gehört aber viel mehr dazu.“ So befinden sich unter der Decke verschiedene Schwimmkammern, Gegengewichte oder auch Umlenkrollen, die das reibungslose An- und Ablegen gewährleisten. Alle Einzelteile werden an den kommenden zwei Montagen unter die Lupe genommen. „Wir achten besonders auf eventuelle Korrosionsschäden oder Risse in den Betonkonstruktionen“, erklärt Winkelmann. Die Überprüfung wird zudem von Mitarbeitern eines Ingenieurbüros begleitet.

Fußgänger und Radfahrer werden von der Begutachtung der Fähranleger nicht beeinträchtigt. „Die Fähren machen an einem Ersatzanleger an der Seite fest“, sagt Winkelmann. Über diesen können die Passagiere problemlos auf die Fähre gelangen. Lediglich für Fahrzeuge sind die Schiffe dann den halben Tag nicht mehr zu erreichen.

Gegen 15 Uhr soll die Inspektion beendet sein. Dann können die Anleger wieder regulär angefahren werden. „Wir versuchen die Autofahrer in den Hauptverkehrszeiten durchlaufen zu lassen“, so Winkelmann. Der Start der Kontrolle sei zwar für 8.30 Uhr geplant, die Prüfer würden sich aber dem Verkehrsaufkommen anpassen. „Wenn sich eine riesige Schlange bildet, lassen wir auch nach 8.30 Uhr noch Fahrzeuge übersetzen“, sagt Winkelmann. Allerspätestens gegen neun Uhr sei jedoch Schluss. Irgendwann müsse man schließlich anfangen.

Auch an der Fähre Nobiskrug werden die Anleger in der nächsten Woche an zwei Tagen überprüft. Hier können Autofahrer aber trotzdem mit den Schiffen übersetzen. „Wir haben hier zwei Fähranleger“, so Winkelmann. „Die Fähren fahren dann im Y-Verkehr.“ Das bedeutet, dass die Schiffe beide einen Anleger anfahren, während der andere gesperrt ist.

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