Handball-Oberliga : Auswärts nichts Neues: Keine Punkte für HSG Eider Harde

Lücke genutzt: Hendrik Hell (schwarzes Trikot) von der HSG Eider Harde erzielt einen seiner zwei Treffer.
1 von 2
Lücke genutzt: Hendrik Hell (schwarzes Trikot) von der HSG Eider Harde erzielt einen seiner zwei Treffer.

Die HSG kassiert bei der SG Wift eine 24:34-Niederlage und bleibt auf einem Abstiegsplatz.

shz.de von
26. Januar 2015, 06:00 Uhr

Die HSG Eider Harde muss sich im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga der Männer weiter auf ihre Heimstärke verlassen. Auch der siebte Versuch, auf fremden Terrain einen Sieg zu landen, schlug fehl. Am Sonnabend kassierte das Team von Trainer Christian Gosch eine 24:34 (10:17)-Niederlage bei der SG Wift und bleibt damit auf einem Abstiegsplatz. „Diese Diskrepanz zwischen Heimspielen und Auswärtsspielen ist nicht zu erklären“, rätselte Gosch ob des erneuten schwachen Auftretens seiner Schützlinge in des Gegners Halle. „Wir machen auswärts die einfachsten Fehler. Das wird von einer Mannschaft wie Wift natürlich gnadenlos bestraft. Sicherlich kann man nicht erwarten, dass wir bei der SG die Punkte holen, doch wir haben nicht annähernd das abgerufen, was wir können.“

Standen die Eider-Handballer im Hinspiel daheim gegen den Tabellendritten noch dicht vor einer Überraschung und mussten sich nach großem Kampf unglücklich mit 31:32 geschlagen geben, so hatten sie in der Neumünsteraner KSV-Halle nicht den Hauch einer Chance – obwohl mit dem rotgesperrten Lars Bente der Haupttorschütze der SG nur auf der Tribüne saß. Bereits in der Anfangsphase wurden die Kräfteverhältnisse deutlich, schnell legten die Gastgeber eine 6:2-Führung (9.) vor. Zwar konnten die Gosch-Schützlinge in ihrer besten Phase den Rückstand kurzzeitig auf ein Tor verkürzen und bis zum 7:8 halten (20.), doch in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit setzten sich die Hausherren dank ihrer aggressiven Abwehr und ihrem schnellen Umschaltspiel kontinuierlich ab. Jeder Fehler der HSG hatte prompt ein Gegentor zur Folge. Zur Pause war der Rückstand auf sieben Tore (10:17) angewachsen. „Damit war das Spiel quasi entschieden. Ich habe in der Kabine an meine Jungs appelliert, nicht zu sehr unter die Räder zu kommen“, berichtete Gosch. Das gelang teilweise. Die zweite Hälfte wurde nur mit drei Toren verloren, so dass unterm Strich eine deutliche 24:34-Niederlage zu Buche stand.

Zu hart wollte Gosch mit seinen Schützlingen allerdings auch nicht ins Gericht gehen. „Man muss sich ja nur einmal die Kader beider Mannschaften anschauen. Bei Wift sitzen Leute auf der Bank, die teilweise schon dritte oder sogar zweite Liga gespielt haben, während ich A-Jugendliche aufs Parkett schicken muss. Wift kann ohne Leistungsabfall durchwechseln, ich nicht. Diese Niederlage ist zwar nicht schön. Aber wir haben immer noch alle Chancen auf den Klassenerhalt. Wenn uns auswärts schon nichts gelingt, dann müssen wir eben zu Hause die Punkte holen.“

HSG Eider Harde: Treziak (1.-43.), Severin (ab 43.) – Oettershagen (2/1), Behmer, Oetjen (8), Ketelsen, Hell (2), Bendixen (5), Petersen (1), Plöhn (1), Brown (1), Gosch (4/1), Reinsch.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert