Zwischenbilanz : Auslastung bis zu 95 Prozent

Bettenwechsel: Naruemol Kühl bereitet im „Conventgarten“ ein Zimmer vor.  Fotos: Leptin (2)/JH Frank
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Bettenwechsel: Naruemol Kühl bereitet im „Conventgarten“ ein Zimmer vor. Fotos: Leptin (2)/JH Frank

Hotels erleben bessere Saison als 2017. Viele Skandinavier und Fahrradtouristen zieht es nach Rendsburg.

shz.de von
11. August 2018, 09:00 Uhr

Rendsburg | Die Hoteliers im Raum Rendsburg können sich über einen Gästeansturm freuen. Im Mai wurden allein in Rendsburg nach Angaben des Statistikamts Nord 10 181 Übernachtungen registriert – 15,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Auch im Sommer ist Rendsburg ein gefragtes Reiseziel: Der positive Trend aus dem Mai hat sich in den vergangenen Monaten bestätigt. Das ergab eine Umfrage der Landeszeitung unter neun Hotelbetreibern.

Fast alle berichten von einer höheren Auslastung als im Vorjahr. Viele freie Zimmer gibt es aktuell nicht. Im „Hotel 1690“ freut sich Inhaberin Ulrike Milbradt über eine Auslastung von 95 Prozent. Auch Patrick Lai, Inhaber des Hotels „Dorfschänke“ in Büdelsdorf hat gut zu tun: Seine Zimmer sind in dieser Saison zu 80 bis 90 Prozent belegt – zehn Prozent Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Der warme Sommer sorgt für viele kurzfristige Buchungen, berichtet Lai. Gerade die Wochenenden sind bei ihm gefragt. Auch sein Berufskollege Eduard Abramov, Inhaber des „Hotel Grüner Kranz“, weiß um den Einfluss der Witterung auf das Geschäft: „Gutes Wetter, viele Gäste“.

Den herausragenden Sommer nehmen viele Touristen zum Anlass, die Kanalregion mit dem Rad zu erkunden. Christiane Tepker, stellvertretende Geschäftsführerin der Tourist-Information Nord-Ostsee-Kanal, gibt an, eine „deutlich stärkere Nachfrage“ nach Fahrradreisen zu registrieren als 2017. Viele Gäste, besonders Radfahrer, bleiben maximal zwei Nächte. Andere bleiben bis zu zwei Wochen. Ihre Motive erläutert Björn Zierow, geschäftsführender Direktor des „Conventgarten“. Die Gäste nutzen Rendsburg als Ausgangspunkt für Tagesausflüge in Schleswig-Holstein. Von seinem direkt am Kanal gelegenen Hotel aus besuchen die Urlauber beispielsweise das Eidersperrwerk, Eckernförde oder die Nordseeinseln. Er hat mit einem Rückgang der Buchungen gerechnet. Wegen Umbauarbeiten kann er weniger Tagungen anbieten als sonst. Trotzdem ist die Auslastung durch den „Boom der Touristen“ auf dem Niveau von 2017, freut sich Zierow.

Viele Hoteliers beherbergen neben deutschen Reisenden viele Skandinavier. Darunter sind auffallend viele Dänen. Manche Touristen kommen sogar von anderen Kontinenten: Ulrike Milbradt freut sich über zwei US-Amerikaner im „Hotel 1690“. In diesem Jahr hatte sie zudem Gäste aus Russland, der Ukraine, Südafrika, Kanada sowie Mittel- und Südamerika. Im „Hotel Hansen“ quartierten sich zwei Australier ein. Was macht Rendsburg so attraktiv, dass sogar ausländische Besucher anreisen? Der Chef des „Hotel Grüner Kranz“ Abramov berichtet, dass vor allem der Kanal und die Eisenbahnhochbrücke große Anziehungspunkte seien.

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