Gütesiegel : Ausgezeichneter Arbeitsschutz

Urkunde: Martin Ochsenfarth von der Unfallkasse Nord (links) übergibt Lothar Grabbe von der Imland-Klinik das Gütesiegel.
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Urkunde: Martin Ochsenfarth von der Unfallkasse Nord (links) übergibt Lothar Grabbe von der Imland-Klinik das Gütesiegel.

Unfallkasse bestätigt die Sicherheit des Personals in der Imland-Klinik / Beschäftigte werden bei Gefahrenabwehr eingebunden

shz.de von
02. März 2018, 10:47 Uhr

Um einen Krebsverdacht schnell zu prüfen, entnimmt ein Arzt in der Imland-Klinik während der Operation eine Gewebeprobe und schickt sie ins Labor im Nachbargebäude. Noch während der Patient auf dem OP-Tisch liegt, analysieren Experten die Probe und melden dem Arzt das Ergebnis. Das Resultat muss binnen Minuten vorliegen. Die Arbeit geschieht unter Zeitdruck. Und sie ist gefährlich, denn bei dem Vorgang wird die krebserregende Lösung Formalin verwendet. Besonders bei Tätigkeiten dieser Art ist ein guter Schutz des Personals wichtig.

Genau dies ist bei der Imland-Klinik gewährleistet: Zum dritten Mal wurde der Klinik gestern das Gütesiegel „Arbeitsschutz mit System“ von der Unfallkasse Nord (UK Nord) verliehen. Nach Angaben der UK Nord kann keine andere Klinik in Schleswig-Holstein und Hamburg dieses Zertifikat vorweisen.

Auch die Labormitarbeiter, die die Gewebeproben in Rekordzeit analysieren müssen, sind optimal geschützt. Der Tisch, auf dem sie die Proben in Formalin einlegen, weist mehrere kleine Löcher auf. Durch diese werden durch einen Luftabzug die gefährlichen Dämpfe der Lösung abgeleitet, bevor sie eingeatmet werden können. Sollte in der Hektik doch einmal ein Unfall passieren und etwa Formalin auf die Haut oder in die Augen gelangen, steht eine Notdusche bereit. Insgesamt beschäftigt die Klinik 2200 Mitarbeiter, allein 1700 von ihnen sind in Rendsburg aktiv. Um für die Sicherheit des gesamten Personals garantieren zu können, verfügt der Betrieb über ein umfassendes „Arbeitsschutzsystem“. Hauptverantwortlich hierfür ist Lothar Grabbe, Leiter Arbeitssicherheit. Regelmäßig wird die Sicherheit der Arbeitsplätze im Rahmen von Begehungen überprüft. Alle Mitarbeiter sind zudem angehalten, Sicherheitsbedenken zu melden. Olaf Röpnack von der UK Nord lobt, dass sich alle Mitarbeiter gut eingebunden fühlten und keine Hemmungen hätten, „Bedenken zu äußern“. Martin Ochsenfarth, Leiter der Abteilung Prävention und Arbeitsschutz der UK Nord, bestätigt, dass das Personal gut miteinbezogen werde und eine wichtige Rolle bei der Prävention spiele: Durch Hinweise von Mitarbeitern auf potentielle Gefahren, könne proaktiv gehandelt werden, um Unglücksfälle zu verhindern.

Die Unfallkasse überprüft regelmäßig, ob das Sicherheitssystem der Imland-Klinik in der Praxis zielführend ist. Ochsenfahrt betont aber, dass ein kooperatives Verhältnis zwischen beiden Institutionen herrsche. So stimme sich die Klinik etwa bei Umbauarbeiten bereits im Vorfeld mit der UK Nord ab, um nicht versehentlich neue Gefahrenherde zu schaffen.

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