Ausgezeichnete Idee für das Kesselhaus

Der Vorsitzende des Museumsvereins Lutz Bertram (von links) bedankt sich bei den Preisträgern Fadile Ilbas, Carolin Reinert, Meike Schröder, Pauline Müller, Nadine Niedereichholz, Mats Nienau und Thies Warnke und ihrer Professorin Dagmar Schorck für die guten Ideen.
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Der Vorsitzende des Museumsvereins Lutz Bertram (von links) bedankt sich bei den Preisträgern Fadile Ilbas, Carolin Reinert, Meike Schröder, Pauline Müller, Nadine Niedereichholz, Mats Nienau und Thies Warnke und ihrer Professorin Dagmar Schorck für die guten Ideen.

Studentin Meike Schröder gewinnt Design-Wettbewerb / Museum soll an Plattenproduktion erinnern

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13. Mai 2018, 14:26 Uhr

Mit großer Spannung wurden gestern die Entwürfe für das neue Schallplattenmuseum in Nortorf vorgestellt. Erarbeitet wurden die Ideen von Studenten der Muthesius-Kunsthochschule in Kiel. Der erste Platz, ein Entwurf der Studentin Meike Schröder aus Preetz, soll als Grundlage für das neue Museum dienen. „Wenn es nach uns ginge, hätten wir acht Museen bauen müssen“, sagte der Vorsitzende des Museumsvereins, Lutz Bertram. So gut hätten die acht Entwürfe der Jury gefallen.

Allerdings habe man eine Auswahl treffen müssen, bei der die Umsetzbarkeit im Vordergrund stand. So fiel die Entscheidung auf den Entwurf der 25-jährigen Meike Schröder. In ihrem Modell wurde sehr wenig an der eigentlichen Bausubstanz verändert, sagte Bertram, es gebe keine Durchbrüche oder komplizierte Aufbauten.

In ihrem Entwurf spiele die Erinnerung eine entscheidene Rolle, meinte Studentin Meike Schröder, daher habe sie auch wenig an dem Aufbau des Kesselhauses verändert. Das Kesselhaus ist eines der Teldec-Gebäude, das nahezu unverändert ist. Daher trage es auch die Erinnerung an die Firma in sich. Natürlich seien die Kosten für die Umsetzung ein Hintergedanke in ihrem Entwurf gewesen, aber nicht das Hauptmerkmal, meinte Schröder.

So sollen beispielsweise große Transparente mit Bildern der Plattenproduktion in Erdgeschoss des Kesselhauses aufgehängt werden. Diese können, sollte der Platz beispielsweise für Veranstaltungen gebraucht werden, an die Wände gezogen werden, sodass die Mitte des Raumes frei ist.

Im Keller sollen die Exponate in ähnlicher Form der langen Arbeitstische der „Abhörerinnen“ ausgestellt werden. Das Archiv soll für für Besucher einsehbar sein, weitere Exponate können in kleinen Transportwagen auf einfache Weise in die Ausstellung transportiert werden.

„Nach der Vorstellung in Kiel wurde schon angedeutet, dass die Umsetzbarkeit wichtig ist“, sagte Meike Schröder, „daher habe ich mir schon gute Chancen ausgemalt.“ Allerdings habe sie bisher nur an Wettbewerben teilgenommen, bei denen nur Ideen geliefert werden sollten. Dass der Bau wirklich noch umgesetzt werden soll, das könne sie noch gar nicht wirklich fassen. In den verschiedenen Bauphasen werde sie sicher einmal das Kesselhaus besuchen und sich anschauen, wie ihre Ideen und Entwürfe in der Realität umgesetzt werden.

Die Kosten des Umbaus sollen nun vom Architekten Willem Hain ermittelt werden. Danach werden die Pläne in den städtischen Gremien diskutiert und über die weitere Verfahrensweise abgestimmt. „Das wird sicher noch einige Zeit dauern“, meinte Lutz Bertram.

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