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Schulabschluss : Ausbildung, Ausland oder Studium?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Berufsberater Jens Uwe Mentz erklärt einer LZ-Jugendredakteurin, welche beruflichen Möglichkeiten nach dem Schulabschluss bestehen. Die Optionen sind vielfältig.

Feuerwehrmann, Tierarzt oder doch Tischler: Als Kind scheint die Berufswahl so einfach. Aber wenn der Schulabschluss näherrückt, ist das Ganze komplizierter. Deswegen gibt es auf der Jugendseite der Landeszeitung in den nächsten Wochen Tipps und Orientierung rund ums Bewerben. Zu Beginn geht es um die verschiedenen Möglichkeiten nach dem Schulabschluss. Weitere Themen sind die perfekte Bewerbung und das erfolgreiche Bewerbungsgespräch.

Die Fülle an unterschiedlichen Ausbildungsoptionen ist für viele Jugendliche beängstigend. Ein erster Anhaltspunkt kann ein Gespräch mit einem Berufsberater der Agentur für Arbeit sein. Einer von ihnen ist Jens Uwe Mentz. Er stellt Informationen zur Verfügung und berät bei der Berufswahl. „Vieles ergibt sich manchmal durch Zufall im Gespräch“, sagt er.


Praktikum und Ausbildung


 

Je nach Bildungsabschluss gibt es verschiedene Möglichkeiten. Der Klassiker bei allen Abschlüssen ist die anschließende Berufsausbildung. Ein Jahr vor Schulende sollte man sich bereits bewerben. Online-Stellenbörsen bieten einen guten ersten Überblick. Wer sich lieber vor Ort informieren möchte, vereinbart einen Termin bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit. Ausbildungsmessen sind ideal, um sich persönlich vorzustellen und erste Eindrücke vom Unternehmen zu bekommen. Wer unsicher bei der Berufswahl ist, kann erstmal ein Praktikum machen, um den Job kennenzulernen. Neben dem Austesten des Tätigkeitsfeldes bietet das Reinschnuppern einen weiteren Vorteil: „Im Praktikum kann man sich von seiner besten Seite zeigen und Schwächen bei Noten kompensieren“, sagt Mentz. Häufig ist es deswegen der direkte Einstieg in einen Ausbildungsplatz.


Schulabschlüsse und berufs- vorbereitende Maßnahmen


 

Wem seine Haupt- oder Realschulqualifikation nicht reicht, der kann den nächsthöheren Abschluss nachmachen. Der Haupt-, der Realschulabschluss oder das Abitur können beispielsweise in ein bis drei Jahren an den Berufsbildungszentren nachgeholt werden. Hierfür ist der nächstniedrigere Abschluss erforderlich. Die Bewerbung sollte das letzte Zeugnis und das Anmeldeformular des BBZ enthalten. Zu beachten sind dabei die jeweiligen Bewerbungsfristen, die zumeist auf den Internetseiten der Schulen zu finden sind.

Für Hauptschulabsolventen oder Jugendliche, die bisher noch keinen Schulabschluss haben und unter 25 Jahre alt sind, bietet sich außerdem eine praktisch orientierte Berufsvorbereitung an. Hierbei können verschiedene Ausbildungsberufe ausprobiert, Schulkenntnisse vertieft, ein Jahr sinnvoll überbrückt und der Hauptschulabschluss erworben werden.


Freiwilliges Soziales Jahr und Wehrdienst


 

Eine weitere Möglichkeit ist das Absolvieren eines Freiwilligen Sozialen Jahres. Hierbei arbeiten die Beteiligten mindestens sechs, maximal 18 Monate in karitativen Einrichtungen. Mentz empfielt, sich ein Jahr vor dem Schulabschluss zu informieren. „Je später man sich bewirbt, desto geringer sind die Auswahlmöglichkeiten.“ Eine weitere Option bietet der freiwillige Wehrdienst, über den das Karrierecenter der Bundeswehr in Schleswig informiert. Diese Option ist besonders für Realschulabsolventen eine Überlegung wert. Verpflichtet man sich als Zeitsoldat, finanziert der Bund bei guten Leistungen die Ausbildung in einem Zivilberuf.


Studium und Auslandsaufenthalte


 

Abiturienten haben nach ihrem Abschluss weitere Möglichkeiten. Nun kommen auch Studium oder ein „Au- pair-Jahr“, für das Interessenten mindestens 18 Jahre alt sein müssen, oder andere Arten des Auslandsaufenthalts in Frage. Das Au-pair arbeitet zumeist ein Jahr lang bei einer Gastfamilie im Ausland, hilft dieser beispielsweise bei der Kinderbetreuung, erhält dafür Kost und Logis und lernt gleichzeitig die Kultur des Landes kennen.

Falls man sich für ein Studium entschieden hat, tauchen weitere Fragen auf. Welchen Notendurchschnitt braucht man und wie funktioniert das Bewerbungsverfahren? Dabei kann die Agentur für Arbeit behilflich sein. Diese hat eine spezielle Sparte für akademische Berufe. Außerdem bieten die einzelnen Fakultäten der Hochschulen eine Studienberatung an.

Auch wenn die Chancen für Abiturienten zahlreicher wirken, gewinnt im Konkurrenzkampf um eine angebotene Stelle nicht zwangsläufig derjenige mit dem Abitur. Firmen legen gerade auf den persönlichen Eindruck beim Vorstellungsgespräch Wert. Außerdem kommt ein „schlechter“ Realschulabschluss nicht automatisch besser an als ein sehr guter Hauptschulabschluss.

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erstellt am 17.Feb.2014 | 11:14 Uhr

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