Aus zum 31. Juli : Aus für Waldorfschule Rendsburg

Ein Stein am Eingang der Waldorfschule Rendsburg weist auf das Gründungsjahr 1950 hin. 68 Jahre später ist Schluss.
Ein Stein am Eingang der Waldorfschule Rendsburg weist auf das Gründungsjahr 1950 hin. 68 Jahre später ist Schluss.

Ende aller Hoffnungen an der Nobiskrüger Allee: Die insolvente Waldorfschule wird im Sommer geschlossen, die Kita bleibt.

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24. April 2018, 10:37 Uhr

Die insolvente Waldorfschule Rendsburg wird zum Ende des Schuljahrs geschlossen. Der neu gegründete Elternschafts-Trägerverein hat sein Angebot auf Abschluss eines Übernahmevertrags zurückgezogen. Das gab Insolvenzverwalter Reinhold Schmid-Sperber bekannt.

Die Elternschaft wurde am Montag in einer Versammlung über die Entscheidung informiert. Die Geschäftsführung der Schule und die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen organisieren nunmehr die Verteilung der Schüler auf umliegende Waldorfschulen und auf staatliche Schulen. Unmittelbar mit Bekanntwerden der erforderlichen Schließung haben sich nach Angaben des Insolvenzverwalters mehrere Waldorfschulen aus der Region bereit erklärt, im kommenden Schuljahr einen Teil der Rendsburger Waldorfschüler aufzunehmen. Schüler aus unteren Klassen würden hingegen vielfach einen Platz an staatlichen Schulen erhalten. Den 41 Lehrerinnen und Lehrern der Waldorfschule sowie dem Verwaltungspersonal muss zum 31. Juli 2018 gekündigt werden.

„Ich bedaure sehr, dass die extrem engagierten, monatelangen Bemühungen aller Beteiligten letztlich doch nicht zur erfolgreichen Sanierung der Waldorfschule geführt haben“, sagt Thomas Felmy, Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen in Schleswig-Holstein.

„Am Ende waren die erwarteten Schülerzahlen sowie die personelle Ausstattung der Schule jedoch nicht ausreichend für eine wirtschaftlich erfolgreiche Fortführung durch den neuen Trägerverein“, so Benjamin Kohlhase, Interims-Geschäftsführer der Waldorfschule.

Aber der Insolvenzverwalter konnte auch eine positive Nachricht vermelden: Die insolvente Waldorf-Kindertagesstätte wird mit Zustimmung des Gläubigerausschusses von einem Elternschafts-Trägerverein übernommen und kann somit fortbestehen.

Wie geht es jetzt weiter? Hotline für Eltern

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) erläuterte, jedes Kind und jeder Jugendliche habe einen Anspruch auf Aufnahme in eine öffentliche Schule der gewünschten Schulart, entweder Grundschule, Gemeinschaftsschule oder Gymnasium.

Am Donnerstag, 26. April, 19 Uhr, können Eltern an einer Informationsveranstaltung in der Waldorfschule Rendsburg teilnehmen. Sie trägt den Namen „Wie geht es nach den Sommerferien weiter“. Dort klären Waldorfschulvertreter und Vertreter aus dem Bildungsministerium über die aktuelle Entwicklung auf.

Für individuelle Fragen hat das Ministerium einen „Briefkasten“ eingerichtet: Unter fwsrendsburgwiegehtesweiter@bimi.landsh.de können Eltern diese Fragen hinterlegen. Zudem gibt es am Freitag, 27. April, von 9.30 bis 12 Uhr eine Hotline für Eltern unter Tel. 04331/202537. André Berg (Schulrat) steht dann zur Verfügung.

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