zur Navigation springen

Handball-SH-Liga der Männer : Aus der Traum

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Nach dem 21:25 beim TSV Kronshagen sind die Chancen auf den Aufstieg in die Handball-Oberliga für die HSG Eider Harde auf ein Minimum gesunken. Zehn Minuten vor dem Ende hatten die Gäste noch mit 21:18 geführt.

Katerstimmung statt Aufstiegseuphorie: Die Handballer der HSG Eider Harde haben ihr Endspiel beim TSV Kronshagen mit 21:25 (13:11) verloren – obwohl zehn Minuten vor Abpfiff bei einer eigenen 21:18-Führung die Zeichen schon auf Auswärtssieg standen. Die Spieler um Kapitän Jörg Gosch können nun getrost für eine weitere Saison in der SH-Liga planen. Oberliga adieu! Es sei denn, am letzten Spieltag geschieht noch ein kleines Wunder. „Wir haben die Big Points nicht gemacht“, resümierte ein sichtlich enttäuschter Trainer Thomas Carstensen.

Mit einem Sieg wäre der Aufstieg so gut wie perfekt gewesen. Doch irgendwie lähmte diese Aussicht die HSG – trotz riesiger Fanunterstützung. Die 6:0-Abwehr war zu harmlos, der Angriff zu blass: Das erste richtige Rückraum-Tor erzielte Gosch erst in der 20. Minute. Es blieb sein einziger Treffer aus dem Feld. Während der Mittelmann kein Glück mit seinen Abschlüssen hatte, klappten seine Pässe an den Kreis umso besser. Insgesamt spürte man aber bei den Gastgebern mehr Biss. Weite Teile der ersten Halbzeit gehörten dem TSV. Vor allem aus dem linken Rückraum kamen die Hausherren immer wieder zu einfachen Toren. Erst eine Umstellung auf eine 5:1-Abwehr ab Mitte der ersten Hälfte ließ die Gäste mehr in die Partie finden. Sehr gut zu sehen nach dem Seitenwechsel. Gestützt auf einen überragenden Keeper Gerald Dobratz glich die HSG zunächst aus, konnte beim 16:15 (39.) erstmals in Front gehen und führte plötzlich sogar mit 20:17. Hätte Steffen Oeltjen einen Tempogegenstoß verwandelt, wären es vier Tore Vorsprung gewesen. Knappe zehn Minuten vor Ende lag die HSG 21:18 vorne. Kronshagens Trainer Birger Ehmke zog die Reißleine, nahm die Auszeit und stellte ebenfalls auf eine 5:1-Defensivformation um. Letztendlich der Dolchstoß für die Eider-Mannschaft. Es gelang nichts mehr. Verfrühte Abschlüsse brachten den Gegner zurück ins Spiel. Kronshagen warf sieben Tore in Serie zum 25:21-Endstand. Fazit: 25 Gegentore sind okay, 21 geworfene aber viel zu wenig.

Nun hat „Crowntown“ allerbeste Chancen auf den Aufstieg, braucht am letzten Spieltag aber noch einen Sieg in Bredstedt. Eider Harde kann nur auf einen Ausrutscher hoffen und muss selbst das Heimderby gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg gewinnen. Carstensen: „Genau die Situation ist eingetreten, die wir nicht wollten. Wir haben es nicht mehr in eigener Hand.“ Einer seiner Spieler wird unterdessen definitiv in der kommenden Saison Oberliga spielen. Spät in der Saison hat sich der Rückraum-Linke Jannek Brown entschlossen, seinen Wechsel zur SG Wift bekanntzugeben. Seine Vorstellung in Kronshagen war leider nicht mal SH-Liga-reif.

HSG Eider Harde: Dobratz, Severin – Gosch (5/4), Brown (2), Oettershagen, Fisch (1), Oeltjen (4), Hohnsbehn (1), Meyer, Möller (4), Bendixen (3), Ketelsen (1).

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen