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Landeszeitung

20. September 2017 | 14:56 Uhr

Aukrug : Aukruger Spargel frisch auf den Tisch

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Saison beginnt mit Verspätung. Noch bis zum 24. Juni kann geerntet werden. Königliches Gemüse in der Region immer beliebter.

Der nochmalige Kälteeinbruch in der letzten Aprilwoche hat dazu geführt, dass der offizielle Spargelanstich in Aukrug-Bünzen zwei Wochen später stattfinden musste als im Vorjahr. Wenn man die für alle Zeiten gültige Saisonauftakt-Terminierung von Spargelbauer Johann Holm zugrunde legt – „1. Mai plus minus eine Woche“ –, sind die Bünzer Landwirte aber immer noch einigermaßen im Zeitplan. Durch den Saisonstart ist die Spargelversorgung an den bevorstehenden Festtagen gesichert. „Am Muttertag und zu Pfingsten wollen die Leute Spargel essen“, weiß Gerd Looft-Böttiger, „was der Valentinstag für die Floristen ist, das sind diese Festtermine für uns Spargelbauern.“ Vor anderthalb Wochen wollten Holm und seine polnischen Erntehelfer schon so richtig loslegen, aber: „Da hatten wir auf einmal überall Schnee – und darum mussten wir alles auf null zurückfahren.“ Der Spargel braucht zum Sprießen möglichst viel Wärme. Frostige Temperaturen sind Gift für die Ernte. „Gestern Nacht hatten wir nochmal Nachtfrost“, berichtet Holm. „Wenn nun auch die Nächte wärmer werden, dann beginnt der Spargel richtig zu sprießen“, erklärt Looft-Böttiger, für den der verzögerte Saisonbeginn auch seine guten Seiten hat: „Dadurch, dass uns 14 Tage fehlen, wurde die Spargelpflanze bisher geschont.“ Die Spargelsaison dauert traditionell bis zum Johannistag am 24. Juni. Bis dahin sollen die Spargelpflanzen nicht weiter geschont werden, sondern ganz im Gegenteil: „Wenn das Wetter mitspielt, gehen wir davon aus, dass wir nun bis zum 24. Juni stramm durchernten“, sagt Looft-Böttiger. „Wir sind voller Elan und auch voller Hoffnung, dass es eine gute Spargelsaison werden wird“, ergänzt Holm.

Schlecht fürs Geschäft sind sowohl akute Spargelknappheit als auch ein Überangebot an königlichem Gemüse. „Wie auch sonst im Leben ist der Mittelweg das Beste“, vermerkt Looft-Böttiger. Auf ihre Kundschaft können sich die Spargelbauern verlassen. „Die Leute wollen regionales Gemüse“, weiß Holm, dessen Hofladen-Kunden aus ganz Schleswig-Holstein nach Bünzen pilgern, „Griechen-Spargel wird kaum gekauft, weil die Leute Produkte aus der Region klar bevorzugen.“ Was die Spargelfans an ihrem Lieblingsgemüse so schätzen, weiß Holm auch: „Spargel entschlackt, ist gesund und sehr lecker.“ Zum elften Mal veranstalten die Aukruger ein Fest zu Ehren des königlichen Gemüses. Das Spargelfest am 5. Juni ist ein Programmpunkt des Gemeindejubiläums und wird deshalb vom „888-Jahr-Feier“-Festkomitee federführend organisiert.

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