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Tödlicher Streit : Aukruger bald wegen Totschlags vor Gericht

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ein 21-Jähriger soll im September 2013 einen Jugendlichen in Hohenwestedt getötet haben. Die Staatsanwaltschaft hat nun Anklage erhoben.

shz.de von
erstellt am 15.Feb.2014 | 14:00 Uhr

Totschlag und Körperverletzung: So lauten die beiden schwerwiegenden Vorwürfe gegen einen Aukruger. Der 21-Jährige muss sich demnächst vor dem Landgericht in Kiel verantworten. Die Staatsanwaltschaft erhob jetzt Anklage gegen den derzeit in Untersuchungshaft sitzenden Tatverdächtigen. Am Sonnabend, 7. September 2013, soll er in Hohenwestedt während des „Hallo-Partner-Tages“ einen 16-Jährigen mit einer Flasche geschlagen haben. Der Jugendliche erlag damals noch am Tatort, nur wenige Meter von seinem Elternhaus entfernt, seinen Verletzungen.

„Sehr viele Zeugen sind im Zusammenhang mit der Tat bereits vernommen worden“, erklärte Oberstaatsanwältin Birgit Heß. Demzufolge sei der Tatverdächtige auf dem Stadtfest mehrfach durch aggressives Verhalten aufgefallen. In der Nähe des Bahnhofs gerieten der Aukruger und das aus Hohenwestedt stammende Opfer aus noch ungeklärter Ursache aneinander. Während des Streits soll der Aukruger mit der Glasflasche zugeschlagen und dem Jugendlichen eine letztlich tödliche Schnittverletzung am Hals zugefügt haben. Trotz des sofortigen Einsatzes eines Notarztes war das Leben des 16-Jährigen nicht mehr zu retten.

Zudem soll der Tatverdächtige, so die Oberstaatsanwältin, auf dem Hohenwestedter Stadtfest heftige Auseinandersetzungen mit zwei weiteren männlichen Personen gehabt haben. In einem Fall sei es bei einer Bedrohung geblieben, in dem anderen auch zu einer Körperverletzung gekommen, sagte Heß. Zumindest teilweise soll der Täter die Opfer gekannt haben.

Am frühen Morgen des 8. September wurde der 21-Jährige von Zivilbeamten der Polizei aus Neumünster in Aukrug festgenommen. Die Staatsanwaltschaft und die Kieler Mordkommission nahmen die Ermittlungen auf. Zwar räumte der Aukruger schon damals seine Beteiligung am Tatgeschehen ein. Das sei jedoch kein umfassendes Geständnis der Tat an sich, erklärte Heß. Zu den genauen Hintergründen und zum Ablauf der Tat machte die Kieler Oberstaatsanwältin gestern keine Angaben. Der Prozessbeginn steht derzeit noch nicht fest, soll aber in der kommenden Woche terminiert werden.

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