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Groß Wittensee : „Auguste“ wird neu beflügelt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Sanierung kostet 18 000 Euro. Robustes Bangkirai-Holz soll lange halten.

von
erstellt am 26.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Wenn alle Spenden und zugesicherten Zuschüsse auch wirklich fließen, dann bleibt Hans Lemke dieses Mal vielleicht der Griff ins eigene Portemonnaie erspart. Der 76 Jahre alte Groß Wittenseer Müller hat in den vergangenen Jahren immer wieder Geld in das Wahrzeichen der Gemeinde gesteckt, denn Reparaturen stehen eigentlich immer an. So wie jetzt wieder.

Rund 18 000 Euro kostet die Sanierung des maroden Flügelpaares der Mühle „Auguste“. Vor wenigen Tagen hat die Firma Lommatzsch aus Egstedt mit den Arbeiten in luftiger Höhe begonnen. Sämtliche Holzteile, die Saumleisten und Hecken, werden abgebaut und durch robustes Bangkirai-Holz ersetzt. Vor Ort werden die neuen Elemente zugeschnitten. „Das Holz wird mich überleben“, ist sich Hans Lemke sicher, dass mit dieser Sanierung langfristig etwas für den Erhalt der Mühle getan wird. Mit 5000 Euro bezuschusst die Stiftung Schleswig-Holsteinische Landschaft die Reparatur, die Gemeinde Groß Wittensee hat 2000 Euro beschlossen. „Es sind 3000 Euro an privaten Spenden eingegangen und 4000 Euro sollen vom Landesamt für Denkmalschutz kommen“, sagt Reinhard Burath, Schriftführer des Mühlenvereins. Die Materialkosten hat der Verein übernommen.

Dass die Mühle voll funktionstüchtig und für die Öffentlichkeit zugänglich ist, ist eine Herzensangelegenheit von Hans Lemke, der 1985 die unter Denkmalschutz stehende Mühle von seinem Vater Wilhelm übernommen hat. Viel Verantwortung auch für die nächste Generation. Denn sollte er irgendwann die historischen Gebäude an seine Kinder weitergeben, müsse gesichert sein, dass die Mühle nicht verkauft wird.

1874 wurde die Windmühle „Auguste“ gebaut und ist damit 140 Jahre alt. Die Familie Lemke zog 1914, also vor genau 100 Jahren, nach Groß Wittensee und der spätere erste Mühlenbesitzer der Familie, Julius Wilhelm August Lemke, begann dort seine Lehre. Seine Ehefrau Auguste gab später der Windmühle ihren Namen. Mühlenbesitzer waren die Brüder Hans und Jürgen Naeve.

2016 soll das 25-jährige Bestehen des Mühlenvereins gefeiert werden.

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