Aufmerksam machen

Vier an Parkinson Erkrankte zeigen gemeinsame Ausstellung

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06. März 2014, 10:12 Uhr

Bei Marion Erdmann-Hansen begann es im Rücken, bei Dieter Nitz im Knie – irgendwie funktionierten die Bewegungsabläufe nicht mehr so, wie sie sollten. Die Muskeln wirkten wie steif, alles lief nur noch langsam ab. Morbus Parkinson lautete die Diagnose, die die beiden Hademarscher vor einigen Jahren erhielten. Doch was genau ist Parkinson? Wie erkennt man die Erkrankung? Und wie lässt sie sich behandeln?

Seit Mitte Februar ist in den Schaufenstern der Theodor-Storm-Apotheke in Hanerau-Hademarschen eine Ausstellung zum Thema Morbus Parkinson zu sehen. Ergänzend dazu findet am Mittwoch, 12. März, ab 15 Uhr, in der Alten Scheune auf dem Gut Hanerau eine Vortragsveranstaltung zu dem Thema statt. Parkinson-Erkrankte zeigen in einer Kunst-Ausstellung ihre Exponate. Schirmherr der Ausstellung in Hanerau-Hademarschen ist der Apotheker Dr. Eckart Niemöller, der seine Schaufenster zur Verfügung stellte: „Damit ermöglicht er es uns, auf unsere Krankheit und deren Problematik aufmerksam zu machen und zu zeigen, dass trotz der motorischen und sensorischen Einschränkungen Kreativität möglich ist“, erklärt Erdmann-Hansen, die zu den vier Ausstellern gehört.

Durch das künstlerische Gestalten mit Malen, Fotografieren oder Holzarbeiten haben Marion Erdmann-Hansen und Dieter Nitz einen Weg für sich gefunden, mit ihrer Erkrankung umzugehen und offen darüber zu sprechen. Für ihre Initiative „ParkinsonKreativ“ erhielten die beiden bereits 2009 den James-Parkinson-Preis der Deutschen Parkinson Vereinigung.

Mit der Ausstellung, den Informationstafeln und der Vortragsveranstaltung wollen sie zusammen über Parkinson aufklären, auf die Erkrankung aufmerksam machen, Akzeptanz schaffen und zeigen, welche Leistungen trotz der Einschränkungen möglich sind. „Für uns Betroffene ist es wichtig, sich von der Umgebung angenommen und akzeptiert zu fühlen. Dadurch gewinnen wir an Lebensqualität und Lebensfreude“, erklärt Erdmann-Hansen. Alle Interessierten sind zu der Vortragsveranstaltung am Mittwoch eingeladen. Anmeldungen werden bis zum 10. März unter Tel. 0 48 72 / 5 14 97 45 oder per E-Mail an m.eh@gmx.de erbeten.

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