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Landeszeitung

24. Oktober 2017 | 08:23 Uhr

Rendsburg : Auferstehung eines Gotteshauses

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

2,3 Millionen-Euro-Sanierung der Christkirche nach drei Jahren abgeschlossen. Nur die Orgel und Außenanlagen werden noch herausgeputzt.

Es ist vollbracht – die Sanierung der Christkirche ist drei Jahre nach Beginn der Arbeiten so gut wie vollendet. Als letzter von fünf Bauabschnitten wurde der östliche Dachstuhl über dem Altarraum komplett erneuert.

Das von 1695 bis 1700 auf Anordnung des dänischen Königs Christian V erbaute Gotteshaus im Stadtteil Neuwerk musste die Bedingung erfüllen, dass mehr als 2000 Menschen darin Platz finden. Nach dem Vorbild der Holmenskirche in Kopenhagen auf dem Grundriss eines griechischen Kreuzes gebaut, besticht sie innen wie außen durch eindrucksvolle Weite und Höhe. Zwei Holztonnengewölbe sind Teil des riesigen Kirchendachs mit 2650 Quadratmeter Fläche (einschließlich Turm). Bewundernswert ist die aufwändige Konstruktion des Dachkreuzes mit einem hohen Materialaufwand.

Doch an markanten Stellen des Holzes, das zu „Gängen oberhalb der Dächer Rendsburgs“ verarbeitet wurde, ging die Zeit nicht spurlos vorüber. Feuchtigkeit war durch das Kirchendach eingedrungen, auch die Mauern wurden über Jahrzehnte angegriffen und zum Teil zerstört. 2011 wurden schwerste Schäden festgestellt. Den Fenstern setzte Rost zu. Über 100 schadhafte Bereiche im Turm und Dachstuhl, verursacht durch Fäule, Hausschwamm und Nagekäfer, gefährdeten den Bestand der Christkirche insgesamt.

Um das Stadtbild prägende Gebäude zu erhalten, wurden zügig Reparaturen eingeleitet: Fugen in den durch Feuchtigkeit in Mitleidenschaft gezogenen Wänden wurden gefüllt, Holzschäden beseitigt. Bei der Gelegenheit wurde auch der Kantoreisaal entkernt sowie mit einer moderner Heizung und neuer Beleuchtung ausgestattet. Nach Abschluss der „schmutzigen“ Arbeiten wird demnächst die Orgel einer Grundreinigung unterzogen. Während der Reparatur des Kirchendachs war das Instrument staubsicher eingepackt. „Im kommenden Frühjahr werden noch die Außenanlagen überarbeitet, so dass zur kommenden Festival-Saison auch die nächste Umgebung der Kirche frisch und frei wirkt“, erklärt Hans Hinrich Blunck, Vorsitzender des Kirchengemeinderats. „Der Zeit- und Finanzplan wurde eingehalten“, freut er sich und dankt der Kirchenkreisverwaltung für die baufachliche Begleitung und den beteiligten Firmen für das Engagement: „Ein ausgesprochen engagiertes und einfühlsames Team.“ Und auch Pastor Dr. Stefan Holtmann als Baubeauftragter für die Sanierung habe sich intensiv eingebracht. Der Geistliche, so Blunck, verfüge über ein außergewöhnliches Organisationstalent.

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