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Fahrrad-Verkehr : Auf Rendsburgs Radwegen rumpelt es

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Holperstrecken gibt es am Stadtsee, an der Alten Kieler Landstraße und der Fockbeker Chaussee, hohe Bordsteinkanten an Kreuzungsübergängen.

von
erstellt am 29.Jun.2017 | 18:50 Uhr

Es rumpelt. Im Korb von Thomas Völkers dreirädrigem Elektro-Roller klappern und hüpfen Plastikflaschen. Der 69-Jährige ist in Rendsburg auf einem Radweg am Röhlingsweg auf die Alte Kieler Landstraße zugefahren und überquert sie an einem Übergang mit Ampel. Die Bordsteinkante ist mehrere Zentimeter hoch. „Da rüttelt und schüttelt es einen durch“, sagt er.

Auf der anderen Straßenseite weist ein Schild einen Radweg Richtung Kreishafen aus. Völker steuert dort regelmäßig einen Discounter an und berichtet von vielen Schäden auf den Routen rechts und links der Straße. „Wenn ich auf der Strecke meinen Gedanken nachhänge, dann haut es mich manchmal derartig in den Rücken, dass ich vor Schmerzen stehen bleiben muss“, sagt er. Aufgrund einer Hüft-OP und Rückenproblemen kann er keine weiten Strecken gehen, fährt zu Trainingszwecken aber manchmal Rad. Im März 2015 nahm sich die Ratsversammlung vor, eine „fahrradfreundliche Stadt“ zu schaffen. Nach Völkers Ansicht ist Rendsburg davon noch weit entfernt. „Der Zustand ist seit Jahren so“, klagt er.

Ratsherr Klaus Schaffner berichtet, dass die Fockbeker Chaussee vor 15 Jahren asphaltiert wurde, die flankierenden Radwege dagegen nicht. Dort klaffen Löcher. Es haben sich gefährliche Spurrinnen gebildet. Schaffner zufolge müssen Radler an der Kieler Straße bei der Überquerung von Einmündungen über hohe Bordsteinkanten fahren. Auf den Radwegen gebe es viele Schlaglöcher. Damit nicht genug: Zwischen dem Stadtsee und der Straße An der Bleiche drücken Wurzeln den Asphalt der Radstrecke nach oben. Der rotgepflasterte Abschnitt zwischen Stadttheater und Bahnhof wird in regelmäßigen Abständen durch Streifen aus grauem Kopfsteinpflaster unterbrochen, das Radfahrer durchschüttelt. Einige Pflastersteine ragen um bis zu 1,6 Zentimeter hoch.

Eine Auskunft über eine Planung zur Instandhaltung der Radwege und einen möglichen Etat war gestern weder aus der Stadtverwaltung noch vom Bauausschussvorsitzenden Marc-Olaf Begemann erhältlich.

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