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Landeszeitung

13. Dezember 2017 | 18:44 Uhr

Vor der Wahl : Auf Herz und Nieren geprüft

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters stellten sich rund 400 Fockbeker Einwohnern vor. Themen reichten von der Ortskernumgehung bis zur Wohnbebauung. Über Ziele und erste Maßnahmen wurde informiert.

von
erstellt am 30.Okt.2013 | 21:51 Uhr

Wer von der großen Resonanz auf die Informationsveranstaltung der Gemeinde ausgeht, muss sich um die Wahlbeteiligung am 10. November keine Sorgen machen: Rund 400 Zuschauer wollten sich gestern Abend in der Mehrzweckhalle ein persönliches Bild von den drei Bewerbern um den nächsten hauptamtlichen Fockbeker Bürgermeister machen. Nach der Einzelvorstellung gaben der unabhängige Kandidat HolgerDiehr, Olaf Lauenroth (FDP) und Maik Schwartau (SPD) ihre Statements zu Themen wie Ortskernumgehung, Kurzarbeit bei Hobby und der Ausweisung neuer Baugebiete ab.

Eine der ersten Maßnahmen im Falle seiner Wahl werde ein Besuch auf dem Bauhof sein, kündigte Diehr an, der heute 44. Geburtstag feiert. Der Polizeihauptkommissar beim Landespolizeiamt versprach einen offenen Politikstil, will Perspektiven für Jung und Alt sowie die Bergschule entwickeln, das Freibad erhalten und stets ein offenes Ohr für die Vereine haben.

Wie der Rendsburger CDU-Ratsherr richtete auch Olaf Lauenroth einige Worte „op Platt“ an die Zuhörer. Entgegen seiner anderslautenden Absicht nahm der 54-jährige Kaufmann, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater nun doch an der Veranstaltung teil, Den Sinneswandel begründete er damit, er wolle möglichen Angriffen in der Öffentlichkeit vorbeugen. Lauenroths Vorschlag, den Hohner Flughafen für private Zwecke zu nutzen, erntete Gemurmel im Publikum.

Auf die provokante Frage von Moderator LZ-Redakteur Gero Trittmaack, ob seine Bewerbung eine Flucht aus Büsum sei und er dort eventuell bei einem Nichterfolg weiter Bürgermeister sein wolle, antwortete Maik Schwartau: „Eine weitere Kandidatur wird es nicht geben“. Zuvor hatte der 50-Jährige Mobbing, auch durch Gemeindevertreter, als Grund für den Weggang aus Büsum genannt. In Fockbek wolle er gemeinsam mit Bürgern, Verwaltung und Politik eine Zukunftswerkstatt gründen.

Der SPD-Kandidat war es, der als Erster die Kurzarbeit bei Hobby zur Sprache brachte. Diese werde für die Gemeinde sinkende Gewerbesteuern zur Folge haben. Diehr und Lauenroth pflichteten ihm in der Sorge um die Zukunft des Unternehmens und der Zusicherung von eventuell nötiger Hilfe bei.

Einig waren die Bewerber um die Nachfolge Pierre Gilgenasts sich auch in der Frage einer moderaten Gestaltung des Wohnungsbaus. Modifiziert äußerten sie sich zur Ortskernumgehung. Während Diehr sich für die Umsetzung der ins Stocken geratenen Pläne aussprach, riet Schwartau davon ab, sie auf jeden Fall zu realisieren. Und Lauenroth, selbst Anlieger der viel befahrenen Rendsburger Straße, sprach von einer „unendlichen Geschichte, die unendlich viel Geld kostet. Wir haben gut isoliertes Glas.“

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