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Landeszeitung

15. Dezember 2017 | 10:13 Uhr

„Auf der Norla brummt’s“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Organisatoren der Landwirtschaftsmesse freuen sich über ein Plus an Ausstellern / Technik steht im Mittelpunkt

von
erstellt am 02.Sep.2014 | 13:59 Uhr

Sechzig Jahre liegen zwischen dem kleinen blauen Lanz und der großen roten Zugmaschine Case IH – und eine enorme Leistungssteigerung. Sie dokumentiert den Wandel in der Landwirtschaft, aber auch den Produktivitätsanstieg. „Würden wir Nahrungsmittel heute noch per Hand erzeugen, würde sie kein Verbraucher bezahlen wollen“, erklärt Thorsten Ebken, Präsident des Gesamtverbandes LandBauTechnik Nord. Unter anderem über moderne Produktionsmethoden informiert ab morgen vier Tage lang die Landwirtschafts- und Verbrauchermesse Norla in Rendsburg.

„Auf der Norla brummt’s“, versprechen die Organisatoren und meinen damit nicht nur die 25 historischen Schlepper, die im Vorführring „Landtechnik früher und heute“ demonstriert werden. „Mit 550 Ausstellern haben wir 50 Anmeldungen mehr als im Vorjahr“, sagt Messe-Geschäftsführer Stephan Gersteuer. Die Investitionsbereitschaft unter den Landwirten sei groß. Der Grund: „Eine gute Ernte mit guten bis sehr guten Erträgen.“


Stall der Zukunft bietet „Kuh-Comfort“


Allein die Politik bereite den Landwirten Kopfschmerzen, stellte Gersteuer fest, der auch Generalsekretär des Bauernverbandes ist. Aber Diskussionen mit Politikern sind auch Bestandteil der Landwirtschaftsmesse. „Wir suchen die Diskussion und die Kooperation“, betonte Gersteuer und verwies auf den Landesbauerntag, bei dem Professorin Beate Jessel vom Bundesamt für Naturschutz als Hauptrednerin auftritt.

Das Thema Tierschutz gehen die Landwirte ebenfalls offensiv an: Ein Zukunftsstall mit „Kuh-Comfort“ soll den Norla-Besuchern verdeutlichen, „dass die Landwirte den Tierschutz verbessern wollen“. Im Stall der Zukunft melken Roboter die Kühe, sorgen für das Futter und die Sauberkeit. Der Vorteil: „Die Tiere können selber entscheiden, wann sie gemolken werden möchten“, so die Norla-Organisatoren. Zudem sorge die Kuh-Bürste für den Wellness-Faktor im Stall. Auch ein Tiertransporter steht zu Anschauungszwecken für das Publikum bereit und kann von innen besichtigt werden.

„Die Zielgruppen ändern sich“, hat Peter Levsen Johannsen festgestellt. Er ist sowohl Geschäftsführer der Landwirtschaftskammer als auch der Messe GmbH. Dem wird Rechnung getragen mit einem vielfältigen Programm. „Der Mix an Angeboten, das macht den Charme der Norla aus“, so Johannsen. „Vielfalt, Information und Aktion“ lauten seine Stichworte für die Messe. Die Informationen für die Fachgäste machen nach wie vor einen Großteil des Messe-Angebots aus, doch auch für den Endverbraucher gibt es viel zu sehen in dem großen Bereich Haus und Garten. Außerdem sollen die Gäste sich wohl fühlen. Darum wird für „Kopf und Bauch“ gesorgt. Für den Kopf sind die zahlreichen Informationen gedacht, für den Bauch gibt es ein reichhaltiges kulinarisches Angebot. Bauernmarkt und -treff sowie das Flora Café sind nur einige der Anlaufstationen, an denen regionale Produkte zu schmackhaften Mahlzeiten verarbeitet werden.

Wie aufwändig einst die Nahrungsmittel-Erzeugung war, machten die Fachleute gestern deutlich: Als Pferde noch den Pflug zogen, benötigte ein Hof einst ein Drittel bis ein Viertel seiner landwirtschaftlichen Fläche für die Produktion des Futters. Die modernen Methoden der Lebensmittel-Produktion werden auch auf der Norla thematisiert. Den Blick in die Zukunft werfen die Organisatoren aber auch mit ihren Programmpunkten zur „Jungen Norla“. Dort dreht sich alles um die grünen Berufe.

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