3. Handball-Liga der Frauen : Auf dem Wunschplatz

Endgültig in der 3. Liga angekommen: Owschlags Nina Lycke (blaues Trikot) machte ein gutes Spiel gegen Berlin.
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Endgültig in der 3. Liga angekommen: Owschlags Nina Lycke (blaues Trikot) machte ein gutes Spiel gegen Berlin.

In der 3. Handball-Liga der Frauen klettert der TSV Owschlag nach dem 29:23-Erfolg gegen Berliner TSC auf den fünften Tabellenplatz. Eine gute Leistung auf Seiten der Gastgeberinnen bietet Nina Lycke.

shz.de von
12. Januar 2015, 06:00 Uhr

Dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit haben die Handballerinnen des TSV Owschlag einen in der Deutlichkeit nicht mehr zu erwartenden Heimsieg über den Berliner TSC eingefahren. 29:23 hieß es nach 60 interessanten Minuten in der Owschlager Sporthalle, nachdem es zur Pause noch 14:14-Unentschieden stand. „Nach dem Wechsel sind meine Spielerinnen in der Abwehr den einen Schritt mehr gegangen, als noch in Halbzeit eins“, bilanzierte Owschlags Trainer Rainer Peetz. In der Tabelle der 3. Liga Nord kletterte der TSV auf seinen Wunschplatz: Mehr als Rang fünf wird in dieser Saison aber vermutlich nicht drin sein. Zu stark ist das Spitzen-Quartett.

Die übliche Routine vor dem Anpfiff in der Owschlager Kabine wurde am Sonnabend durch die veröffentlichten Fusionsabsichten des TSV und der HSG Kropp-Tetenhusen gestört. Einige Spielerinnen sollen erst am Spieltag aus der Zeitung vom Fortschritt der Pläne erfahren haben. Wie die Landeszeitung berichtete, plädierten die HSG-Mitglieder vor einer Woche mehrheitlich für eine Fusion. Jetzt geht es in die konkreten Verhandlungen. Peetz: „Wir haben das Thema kurz angesprochen. Ich habe gesagt, dass uns die Pläne heute nicht belasten dürfen.“ Inwiefern eine mögliche Verschmelzung der ewigen Lokalrivalen im Hinterkopf einiger Akteure herumspukte, ist reine Spekulation. Während der 60 Minuten dürfte die geplante sportliche Zweck-Ehe von TSV und HSG aber kein Thema gewesen sein.

Eine anfängliche Owschlager 8:5-Führung konnten die Gäste schnell wieder ausgleichen. Sie gingen sogar kurz vor dem Seitenwechsel in Führung. „Unsere Abwehr fand keinen Zugriff. Dahinter sahen auch meine beiden Torhüterinnen nicht immer glücklich aus“, berichtete Peetz. Mit der Angriffsleistung war er dagegen zufrieden, obwohl Franziska Peters und Jill Sievert nicht wie gewohnt auftrumpften. Dafür sprangen andere in die Bresche: Alke Trceziok und Nina Lyke wussten zu überzeugen. Trceziok glänzte von Rechtsaußen mit sieben Toren, Lyke beackerte als Allrounderin die linke offensive Seite. „Für Nina freut es mich besonders. Sie ist endgültig in der dritten Liga angekommen“, lobte Peetz. Lyke kam im vergangenen Sommer vom Oberligisten TSV Altenholz.

Nach Wiederanpfiff machte der TSV schnell alles klar, zog bis auf 28:19 davon. Der Rest war ein wenig Berliner Ergebniskosmetik. Mehr aber auch nicht.

TSV Owschlag: Fasold, Witt – Ewert (4), Sievert (4), Peters (3/1), Stolley (6/1), Herklotz, Küppers, Zadow, K. Rohwer (1), Trceziok (7), Lyke (4).

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