Tierschicksal : Auf dem Wege der Besserung

Dem verletzten Möwenkind (vorn) ging es gestern viel besser als noch am Montag. Zwei Geschwister passten auf.
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Dem verletzten Möwenkind (vorn) ging es gestern viel besser als noch am Montag. Zwei Geschwister passten auf.

Das Schicksal der verletzten jungen Möwe bewegte viele Leser. Hier gibt es Antworten auf viele Fragen.

shz.de von
29. Juni 2016, 06:00 Uhr

Ein verletztes Möwenkind, das auf dem Altstädter Markt von seinem Geschwisterchen beschützt wird – diese Geschichte gestern in der Landeszeitung hat viele Leser berührt. Und sie stellten Fragen: Was geschieht denn jetzt? Wer hilft der verletzten Möwe? Wieso macht die Landeszeitung nur Fotos und kümmert sich nicht um die bedauernswerte Kreatur?

Zunächst einmal: Ein Anlieger hatte uns am Montag versprochen, dass er einen Tierarzt verständigen wolle. Ob das geschehen ist, wissen wir nicht. Fakt ist: Gestern Vormittag fragten wir in zwei Tierarztpraxen nach, zumindest diese hatten erst aus unserer Zeitung von dem Fall erfahren. Ein Tierarzt erklärte sich ohne zu Zögern bereit, die Möwe kostenfrei zu behandeln, es musste nur der Transport in die Praxis sichergestellt werden. Da wir keine Erfahrung im Umgang mit Wildtieren haben, baten wir den Tierschutzverein um Hilfe. Dessen Mitarbeiter Maik Schröder machte sich umgehend auf den Weg. Wir trafen uns mit ihm an der Marienkirche. Im Schatten des Gotteshauses hatten es sich die Möwenkinder bequem gemacht. Mittlerweile waren sie sogar zu dritt. Und zu unserer Freude mussten wir feststellen: Dem verletzten Tier ging es viel besser als vorgestern. Es versteckte sein Köpfchen nicht mehr unter dem Gefieder, sondern lief munter hinter und vor seinen Geschwistern her. Maik Schröder empfahl, das Möwenkind nicht aus seiner Familie herauszureißen, sondern ihm Gelegenheit zu geben, die Verletzung weiterhin selbst auszukurieren. So geschah’s. Heute werden wir wieder nach unserer Möwe sehen.

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