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Landeszeitung

12. Dezember 2017 | 19:10 Uhr

Kommentar : Auf dem Boden der Tatsachen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

shz.de von
erstellt am 06.Feb.2015 | 02:03 Uhr

Wir haben nichts gegen „Christoph 42“  . Der DRF-Rettungshubschrauber ist unverzichtbar. Die Menschen in der Region können sich glücklich schätzen, ihn in ihrer Nähe zu haben. Jeder kann durch einen Unfall von jetzt auf gleich in Lebensgefahr geraten. Jeder Schwerverletzte ist dankbar für minutenschnelle Hilfe aus der Luft. Umso mehr in Zeiten fragiler Brücken und verstopfter Tunnel.

Nicht der Hubschrauber selbst ist also das Problem. Es ist einzig und allein sein Standort. Erst jetzt wird bekannt, was längst hätte öffentlich gemacht werden müssen. Die solitär gelegene Landebasis an der Imland-Klinik ist für eilige Patiententransporte kaum geeignet. Werden Kranke und Verletzte doch ein- oder ausgeflogen, ist ein zeitraubender Transfer mit dem Rettungswagen notwendig. Haben alle Beteiligten diesen Zusammenhang bewusst verschwiegen? Möglich, doch Vorwürfe helfen nicht weiter. Entscheidend ist, dass dem innerstädtischen Landeplatz durch die Aussagen der DRF-Sprecherin die Existenzberechtigung entzogen wird. Die medizinische Notwendigkeit fehlt. „Christoph 42“ ist auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Es ist falsch, diese Maschine mitten in der Stadt zu platzieren. Sie gehört aufs Land, nicht nach Neuwerk. Auf dem Flugplatz Schachtholm könnten die Luftretter bestens starten und landen. Die Imland-Klinik könnte im Einzelfall ja weiter angeflogen werden. Für die freiberuflichen Notärzte, die aus Kiel oder Hamburg kommend zur Bereitschaft fahren, hätte die Verlegung einen angenehmen Nebeneffekt. Sie stünden auf dem Weg zum Dienst nicht mehr im Stau vor dem Kanaltunnel.

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