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Interview mit Holger Diehr : Auf das Miteinander kommt es an

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der neue Fockbeker Bürgermeister Holger Diehr spricht im LZ-Interview über seine künftigen Aufgaben.

Er will ausdrücklich ein Bürgermeister für alle Einwohner der Gemeinde sein: Verwirklichen will der 44-jährige Holger Diehr, am 10. November in dieses Amt gewählt, sein Vorhaben unter anderem mit regelmäßigen Bürgersprechstunden. Damit möchte er sein Ziel erreichen, den direkten Kontakt zu den Bürgern aufzubauen und zu festigen. Im Gespräch mit unserem Redaktionsmitglied Carmen Haller erläuterte Diehr seine Vorstellungen.

Sie haben am 2. Januar den Fockbeker Bürgermeisterposten übernommen. Wie fühlt sich das an nach vier Tagen?
Es fühlt sich einfach gut an. Die Aufnahme in der Verwaltung war freundlich und hilfsbereit. Die ersten Bürger haben mich bereits besucht. Dass der Wunsch nach bürgernaher Verwaltung gleich Wirklichkeit ist, freut mich. Ich will ein Bürgermeister für alle sein.

Was war für Sie besonders reizvoll daran, sich um die Nachfolge von Pierre Gilgenast zu bewerben?
Der Bürgermeister ist Motor, Impuls- und Ideengeber sowie führender Repräsentant der Gemeinde. Seine Aufgabe ist es, auch mit dem Team der Verwaltung, für dessen Motivation er mitverantwortlich ist, die Gemeinde und die Arbeit voranzubringen. Dabei werden die Rahmenbedingungen von der Gemeindevertretung gesetzt. Wichtig ist, die Bürger mitzunehmen. Bürgernähe, eine große Offenheit, Verständnis für das Verwaltungshandeln, eine gute Zusammenarbeit in unserem ämterangehörigen Bereich, aber auch mit unserer Nachbarstadt Rendsburg - all das ist hier gefordert und macht den großen Reiz für mich aus. Pierre Gilgenast ist dieses Miteinander aus meiner Sicht gut gelungen.

Nach der absoluten Mehrheit für die SPD bei der Kommunalwahl und Ihrem daher besonders überraschend deutlichen Sieg gegen den SPD-Kandidaten Maik Schwartau: Wie sieht das Verhältnis unter den Parteien in der Gemeindevertretung aus?
Mir ist an einem vertrauensvollen und konstruktiven Miteinander gelegen. Das gilt für alle Akteure. In Fockbek gab es auch schon andere Mehrheitsverhältnisse und dennoch war ein gutes Miteinander unter allen Parteien gegeben. Dafür möchte ich meinen Beitrag leisten.

Sie bezeichnen das Amt des Fockbeker Bürgermeisters als große Herausforderung. Wie wollen Sie die Aufgabe in den nächsten Wochen konkret angehen?
Zunächst werde ich mir einen umfangreichen Überblick über alle Verwaltungs- und Arbeitsbereiche verschaffen. Die Gestaltung des Tagesablaufes ist wichtig. Wichtig ist mir auch, möglichst rasch die Mitarbeiter, die Gemeindevertretung sowie die Vereine in Fockbek kennen zu lernen, aber auch die Bürgermeister und Gemeindevertretungen der Amtsgemeinden.

Bis März sind Sie noch CDU-Ratsherr in Rendsburg, werden an Sitzungen des Sozial- und Umweltausschusses teilnehmen. Sitzen Sie da nicht zwischen zwei Stühlen?
Die Rendsburger haben mich 2008 und 2013 direkt gewählt, was für ein CDU - Mitglied aus Rendsburgs Norden nicht selbstverständlich ist. Die Wahlzeit beträgt grundsätzlich fünf Jahre. Ich möchte mich daher für das Vertrauen in Rendsburg noch einmal bedanken, zukünftig jedoch mit voller Hingabe als Bürgermeister in Fockbek arbeiten. Deshalb gebe ich meine Mitgliedschaft in der Ratsversammlung mit Ablauf des Monats März auf.

Welche Projekte, die in der Gemeinde angepackt werden müssen, liegen Ihnen besonders am Herzen – und warum?
Für die Kommunalwahlperiode bis 2018 hat die Gemeindevertretung Fockbek die Ziele und Grundsätze für die Verwaltung und damit auch für mich beschlossen. Darunter sind Themen wie Erneuerung unserer Bergschule, die Ortskernumgehung oder auch Verhandlungen zur Zusammenführung der Ämter Fockbek und Hohner Harde. Die Förderung des Ehrenamtes, der Arbeit in Vereinen und Verbänden liegt mir sehr am Herzen. Wir brauchen Menschen, die Verantwortung für ihr Umfeld übernehmen und für andere tätig werden. Wir brauchen Bürger, die sich in ihre Gesellschaft mit ihren Vorstellungen und ihrem Handeln einbringen. Demokratie lebt vom Ehrenamt, hat Theodor Heuss gesagt. Viele Bereiche unseres Zusammenlebens sind auf solch freiwilliges Engagement angewiesen.

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erstellt am 06.Jan.2014 | 10:16 Uhr

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