Konkurrent für Sienknecht : Auch Osterrönfeld vor Machtwechsel

Duell um den Bürgermeisterposten: Hans-Georg Volquardts (CDU, rechts) tritt gegen Bernd Sienknecht von der Osterrönfelder Wählergemeinschaft an. Das Foto entstand im Jahr 2015.
Duell um den Bürgermeisterposten: Hans-Georg Volquardts (CDU, rechts) tritt gegen Bernd Sienknecht von der Osterrönfelder Wählergemeinschaft an. Das Foto entstand im Jahr 2015.

Hans-Georg Volquardts (CDU) will Bürgermeister von Osterrönfeld werden. Eine deutliche Mehrheit unterstützt ihn. Die Entscheidung fällt am Donnerstagabend.

shz.de von
20. Juni 2018, 07:30 Uhr

Der langjährige Stellvertreter des Bürgermeisters greift nach dem Chefposten: Hans-Georg Volquardts (CDU) will Bürgermeister von Osterrönfeld werden. Und seine Chancen stehen gut, in der konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstag um 19 Uhr in der Gaststätte „Kühl’s Gasthof“ auch gewählt zu werden. Eine parteiübergreifende Allianz, die zusammen auf eine satte Mehrheit von zwölf Sitzen kommt, steht hinter ihm.

Die Osterrönfelder Wählergemeinschaft (OWG) des derzeitigen Amtsinhabers verfügt nur über sieben Mandate. Bernd Sienknecht ist seit 2007 Bürgermeister. Er zeigte sich von Volquardts’ Kandidatur überrascht. „Bisher konnten wir uns auf die Unterstützung durch die CDU verlassen“, sagte der 50-jährige Noch-Bürgermeister. Er selbst wolle am Donnerstag noch einmal für das Amt kandidieren, machte er auf LZ-Anfrage deutlich.

Versicherungsfachwirt Hans-Georg Volquardts (55) ist seit 2003 Mitglied der Gemeindevertretung und erster Vertreter Sienknechts, seit dieser sein Amt antrat. Das Bündnis, das ihn zum neuen Bürgermeister bestimmen will, besteht aus den beiden Fraktionen CDU/FDP (zusammen vier Sitze) und Freie Wählergemeinschaft Osterrönfeld, FWO/SPD (zusammen acht Mandate). „Die FWO ist bei der Wahl mit dem Ziel angetreten, in Osterrönfeld Verantwortung zu übernehmen“, sagte der FWO/SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Christian Hauck zur aktuellen politischen Situation in der Gemeinde. „Auf Grundlage des Wahlergebnisses haben wir in den vergangenen Wochen Gespräche geführt. Wenn man sich die Wahlaussagen von SPD und CDU ansieht, gibt es viele Übereinstimmungen mit uns. Im Ergebnis bilden FWO und SPD jetzt eine Fraktion, die mit acht Mandaten die stärkste Kraft in der Gemeindevertretung ist.“ Die Fraktion habe vereinbart, Volquardts bei seiner Kandidatur für das Bürgermeisteramt zu unterstützen.

Sollte Volquardts ins Amt gewählt werden, wäre er der erste CDU-Bürgermeister in Osterrönfeld seit mehr als 30 Jahren.

Der sich abzeichnende Machtwechsel erinnert an die Vorgänge in der Nachbargemeinde Schacht-Audorf vor wenigen Tagen. 52 Jahre hatte die SPD die absolute Mehrheit im Ort, bevor die Gemeindevertreter am vergangenen Donnerstag Beate Nielsen (CDU) zur Bürgermeisterin wählten.

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