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Sauberes Dorf : Auch Flüchtlinge packten mit an

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fast 100 Freiwillige gingen mit gutem Beispiel voran und sammelten in Rendsburg und Fockbek Müll. Geringere Beteiligung als in Vorjahren.

Fast 100 Erwachsene und Kinder beteiligten sich am Sonnabend in Rendsburg und Fockbek an der landesweiten Aktion „Unser sauberes Schleswig-Holstein“. In Rendsburg waren es rund 60 Freiwillige: Anne-Christin Baran und ihre Tochter Hannah (5) sowie Corinna Wiese mit Tochter Hanna (7) waren im Stadtpark unterwegs, um Müll zu sammeln. „Wir sind dabei, weil wir das Bewusstsein unserer Kinder dafür stärken wollen, dass man Müll nicht einfach wegwirft. Man muss sich um seine Stadt und die Natur kümmern“, sagten die Mütter übereinstimmend. Über die Resonanz zeigten sie sich enttäuscht. Denn am Niederen Arsenal, einer der fünf Ausgabestellen für Müllsäcke und Handschuhe im Stadtgebiet, waren nur sechs freiwillige Helfer erschienen. Auch an den anderen Sammelpunkten war der Andrang geringer als im vergangenen Jahr. Eine positive Ausnahme machte eine Gruppe von zwölf Flüchtlingen, die an der Untereider im Einsatz war. Der Tierarzt Peter Stechmann hatte die Sammelaktion durch die jungen Männer aus Syrien, Afghanistan und dem Iran organisiert. Stechmann kritisierte das Verhalten verantwortungsloser Hundebesitzer. Der Großteil des eingesammelten Mülls seien Beutel voller Kot gewesen, leer oder voll.

Thorsten Freimann und Roland Kaubisch sorgten für Sauberkeit im Kronwerker Moor. Einen Staubsaugerschlauch, Bretter, Tannenbäume und vor allem viele Flaschen kamen zusammen. Der Unrat wurde von einem Mitarbeiter des Umwelt- und Technikhofes (UTH) danach abtransportiert.

Im Anschluss an das „Schietsammeln“ bedankte sich Bürgermeister Pierre Gilgenast mit einem Imbiss im Neuen Rathaus bei den großen und kleinen Helfern für ihren Einsatz. Es sei gute Tradition, darauf aufmerksam zu machen, dass Müll im öffentlichen Raum nichts zu suchen hat, betonte Gilgenast, der mit Helfern am leer stehenden Hertie-Haus für Sauberkeit gesorgt hatte.

In Fockbek machten sich 30 Helfer vom Bauhof aus mit Traktoren und Anhängern auf den Weg. Kathrin Kühl steuerte ihren kleinen Trecker den Barriser Weg entlang, während ihre Mithelfer aus der Jägergruppe links und rechts Unrat aus den Büschen entfernten und auf den Anhänger luden. Bürgermeister Holger Diehr war mit seinen Getreuen am Krattredder und am Nissenweg unterwegs. Als die Gruppe nach zwei Stunden zum Bauhof zurückkehrte, war ihr Anhänger gut gefüllt. „Es macht Sinn, einmal im Jahr etwas für die saubere Umwelt zu tun“, stellte Diehr fest. Es sei wieder gelungen, Vereine und Verbände zu aktivieren. „Danke für so viel Ehrenamt.“

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