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Weihnachtsgeschichte : Auch die Tanne in der Christkirche fing mal klein an

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Vor neun Jahren erhielt Jaroslava Katerina Köpke von einer alten Dame eine kleine Tanne als Geschenk. Daraus ist ein stattlicher Baum geworden, der jetzt das Neuwerker Gotteshaus schmückt.

shz.de von
erstellt am 21.Dez.2015 | 17:34 Uhr

Ganz klein, so fängt jeder Baum einmal an. Auch die Tanne, die seit Kurzem den linken Bereich des Altarraums in der Christkirche ziert, hat einen langen Weg hinter sich. Neun Jahre ist es her, dass Jaroslava Katerina Köpke kurz nach Weihnachten einen kleinen Baum von einer alten Dame geschenkt bekam – zusammen mit einer Bitte: „Sie sagte mir, dass ich die junge Tanne in unserem Schrebergarten pflanzen soll“, so die Büdelsdorferin.

Gerade einmal 1,30 Meter war das Gewächs damals groß. „Die alte Dame hatte den Baum von Advent bis Neujahr auf der Terrasse stehen: geschmückt mit ein paar Schleifen und elektrischen Kerzen“, erinnert sich die Baumspenderin. „Es sah so aus, als würde sie nach drinnen schauen und den großen Weihnachtsbaum in der Stube der alten Dame beneiden. Ich habe mir immer vorgestellt, dass die Tanne sich wünscht, auch so ein stattlicher Baum zu werden.“ Und so nahm Jaroslava Katerina Köpke die Tanne in einem Blumenkübel mit zu sich nach Hause.

Gleich im Frühjahr wurde der kleine Baum im Schrebergarten eingepflanzt. In der Mitte des Gartens, neben einem alten Apfelbaum, wuchs er Tag für Tag, Zentimeter für Zentimeter, Nadel für Nadel. „Es war schon immer eine beeindruckende Tanne“, berichtet die Büdelsdorferin. „Sie wuchs sehr gleichmäßig, und wir mussten nie viel stutzen.“

Nicht nur die Familie Köpke erfreute sich in den ersten Jahren an dem immer stattlicher werdenden Zuwachs. Mit der Zeit tummelten sich auch Eichhörnchen und Vögel zwischen den Ästen des grünen Riesen. Manchmal, gesteht die stolze Tannen-Ziehmutter, habe sie auch mit ihrem Baum gesprochen und ihm gewünscht, dass er eines Tages als großer Weihnachtsbaum den Menschen Licht und Freude bringen würde. Umso glücklicher war Jaroslava Katerina Köpke, als sie von Freunden erfuhr, dass die Neuwerker Christkirchengemeinde noch eine Tanne für die Adventszeit suchte. Ohne lange zu zögern, bot sie ihren Baum an. Kurze Zeit später wurde er gefällt und nach Rendsburg geschafft. Mit goldenen Kugeln und Sternen geschmückt und mit Lichtern versehen, ist er nun in der Christkirche zu bewundern. „Jetzt darf er der Weihnachtsgeschichte, dem Gesang und der Orgelmusik lauschen“, sagt die Büdelsdorferin und lacht. „Sein Traum von damals ist also doch noch in Erfüllung gegangen. Man muss eben nur fest genug daran glauben.“

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