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Landeszeitung

23. Oktober 2017 | 18:18 Uhr

Asylheim: Baubeginn nächste Woche

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Sieben Wohnungen für Flüchtlinge entstehen am Hofkamper Weg in Nortorf / Fertigstellung des 550 000-Euro-Gebäudes im Herbst geplant

von
erstellt am 10.Feb.2016 | 13:18 Uhr

Noch ein wenig frostig war der Boden, als sich Amtsvorsteher Hans Kaack, der stellvertretende Amtsdirektor Jochen Runge, Bürgermeister Horst Krebs und Architekt Niels Janiak gestern Morgen zum Spatenstich der neuen Flüchtlingsunterkunft trafen. Bereits nächste Woche soll mit den Bauarbeiten des Hauses im Hofkamper Weg begonnen werden.

Auf dem 1000 Quadratmeter großen Gelände sollen sieben Wohnungen mit einer Gesamtgröße von 130 Quadratmetern entstehen. Dazu gibt es einen gemeinsam Waschraum sowie einen Schuppen für die Unterstellung von Fahrrädern oder Gartenutensilien für die Pflege des Grundstückes. Jede Wohneinheit, die komplett möbliert wird, erhält dabei einen eigenen Eingang, berichtete Architekt Niels Janiak. Die rund 15 Quadratmeter großen Unterbringungen seien auf das Wesentlichste beschränkt, im Notfall könne man auch zwei Wohnungen zusammenlegen. „Wenn beispielsweise Familien hier untergebracht werden, könnte man einfach die Türen im Eingangsbereich offen stehen lassen, und so dann ganz einfach aus einer kleinen, eine etwas größere Wohnung gestalten.

Der einstöckige Neubau soll mit Klinkersteinen versehen werden, hinzu kommt eine massive Betondecke. „Das ist sehr wichtig für den Bereich Brandschutz“, erläuterte der Architekt, „auch den Energiestandard haben wir sehr hoch angesetzt.“ Damit setzt der Experte die Wünsche des Amtes Nortorfer Land um. Als die zuständigen Mitglieder in der Vergangenheit über den Neubau beraten haben, wurde ein massiver und nachhaltiger Bau des Schlichtwohnheimes gefordert. „Langlebigkeit ist hier gegeben“, betonte Janiak. Die Gesamtkosten für den Neubau belaufen sich auf rund 550  000 Euro. Der Baubeginn ist für die kommende Woche geplant. Die Fertigstellung soll im Herbst erfolgen.

Das ehemalige Schlichtwohnheim war im vergangenen Jahr aufgrund seines schlechten Zustandes abgerissen worden. Dass nun nicht mehr dieser Begriff verwendet wird, sondern der Bau als Flüchtlingsunterkunft bezeichnet wird, sei aber nicht ungewöhnlich. „Auch früher wurden hier schon Asylanten untergebracht“, erklärte Peter Krey vom Ordnungsamt. Die Vergangenheit hätte gezeigt, dass nur selten Obdachlose hier unterkamen. „Platz für Flüchtlinge brauchen wir aber dringend.“

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